Verpflichtendes Tragen einer Schutzmaske zunächst nicht notwendig

<p>Wer in der Öffentlichkeit eine Schutzmaske trägt, tut dies (noch) freiwillig.</p>
Wer in der Öffentlichkeit eine Schutzmaske trägt, tut dies (noch) freiwillig. | Illustrationsbild: dpa

Gegenwärtig mache das verpflichtende Tragen einer Schutzmaske in der Öffentlichkeit „aus wissenschaftlicher Sicht keinen Sinn“, wiederholte Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) in der Fernsehsendung „C'est pas tous les jours dimanche“. Sie verstehe die Emotionen und Ängste der Menschen, die nicht ohne Schutzmaske aus dem Haus gehen. In jedem Fall seien Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen „viel wichtiger“, bestätigte De Block unter Bezugnahme auf die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Nach Ansicht des Virologen Marc Van Ranst befindet sich die Gesellschaft derzeit in einer „unruhigen Phase“, in der ein Teil der Bevölkerung neue Maßnahmen zu fordern scheint, „aber diese Maßnahmen sollten auch sinnvoll sein“.

Für Minister Philippe De Backer (Open VLD), der die Corona-Taskforce leitet, machen die derzeit geltenden Maßnahmen das zwingende Tragen einer Maske in der Öffentlichkeit unnötig. Allerdings könnte dies eine Möglichkeit werden, wenn die Phase einer allmählichen Rückkehr zum normalen Leben eintritt, fügte er hinzu. „Wir werden darüber nachdenken, immer im Einklang mit den WHO-Regeln.“

In einer solchen Phase, so der Virologe Emmanuel André, könnte es auch notwendig sein, die Zahl der öffentlichen Verkehrsmittel zu erhöhen oder die Züge zu „verlängern“, um es den Reisenden einfacher zu machen, Abstand zu halten. Da es nicht möglich sein werde, jeden zu testen, werden sich auch diejenigen, die immun sind, an spätere Maßnahmen halten müssen, da sie immer noch potenzielle Überträger des Virus sind. (belga)

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