„Das ist nicht natürlich, das ist nicht einfach, aber die Krise erfordert die richtigen Antworten. Wir müssen unser Verhalten dementsprechend anpassen“, sagte Michel europäischen Medien.
Der ehemalige Premierminister forderte die Bürger auf, persönliche Verantwortung im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 zu übernehmen: „Jeder EU-Bürger kann Teil sein der Lösung im Kampf gegen die Coronakrise, indem er sich an die Anordnungen der nationalen Behörden hält. Es ist sehr wichtig in den kommenden Tagen, dass die Anordnungen der nationalen Behörden genau befolgt werden“, sagte Michel in dem Interview.
Die 27 EU-Staaten haben Michel zufolge verstanden, dass sie das Virus nur gemeinsam eindämmen können. „Nicht alle Entscheidungen können auf europäischer Ebene getroffen werden“, sagte der Ratspräsident, der die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten organisiert. „Es werden nicht in jedem Fall die gleichen Entscheidungen getroffen von den Mitgliedstaaten, aber die Orientierung ist immer gleich: Wir versuchen, so viele Leben zu retten wie möglich.“
„Wir können nicht alles und jedes auf die EU schieben.“
Außerdem sagte der MR-Politiker: „Wir können nicht alles und jedes auf die EU schieben.“ Man könne Europa nicht die Schuld dafür geben, dass es keine zentralisierten und unmittelbaren Entscheidungen trifft, und gleichzeitig sagen, dass sie einen Souveränitätsverlust für die Staaten bedeuten würden, so Michel. Er räumte aber auch ein, dass die EU-Mitgliedsstaaten von der Außergewöhnlichkeit dieser Krise überrascht worden sind. Michel: „Aber kein Staat kann sich heute vorstellen, alleine zu handeln. Wir werden es gemeinsam durchstehen, sowohl in gesundheitlicher als auch in sozialer Hinsicht“, so sein Fazit. (belga/dpa)

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