„Virus kostet Wirtschaft 16 Mrd. Euro“ – Innenminister bestätigt „Ausnahmesituation“

<p>Innenminister Pieter De Crem</p>
Innenminister Pieter De Crem | Foto: belga

„Die Tatsache, dass es einen wirtschaftlichen Schaden gibt, ist eine Feststellung, die jeder spüren wird“, sagte De Crem: „Eines Tages wird diese Epidemie vorbei sein, und dann müssen wir als Land unseren wirtschaftlichen Platz wieder einnehmen.“

Die flämische Arbeitgeberorganisation Voka schätzt den wirtschaftlichen Schaden durch das Coronavirus für unser Land auf 16 Milliarden Euro. Voka-Chef Hans Maertens fordert daher zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen.

Im flämischen Rundfunk stellte Minister De Crem fest, dass die Föderalregierung über eine interministerielle Kommission bereits eine zusätzliche Milliarde Euro angekündigt hat, während die Regionen ebenfalls Maßnahmen vorgeschlagen haben.

Die Crem bekräftigte auch, dass die Polizei eingeschaltet wird, um zu überprüfen, ob die angekündigten Maßnahmen tatsächlich eingehalten werden. Dies ist z. B. auf Baustellen der Fall. Wenn diese Arbeiten nicht notwendig sind, sollten sie für eine Weile aufgeschoben werden. Aber wenn sie dringend nötig sind, kann die Polizei prüfen, ob die Regeln der sozialen Distanzierung eingehalten werden.

Der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) bemerkt, dass die Polizei nicht einfach bei jedem zu Hause vorbeischauen kann. Jambon appellierte daher an das Bürger- und Verantwortungsbewusstsein aller und an die soziale Kontrolle.

Um 10 Uhr wird die flämische Regierung erneut zusammenkommen, um zusätzliche Maßnahmen auf wirtschaftlicher Ebene zu ergreifen. Wenn es zusätzliche Einschnitte gibt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, muss man diese Logik auf andere Maßnahmen ausdehnen, argumentiert Jambon: „Dafür muss es Geld geben.“

Er hofft, dass die Krise im Laufe dieses Haushaltsjahres abgeschlossen sein wird, sodass die Interventionen als einmalig bezeichnet werden können: „Aber das ist heute nicht vorhersehbar.“

Minister De Crem wies indes darauf hin, dass jemand, der in einem wichtigen Sektor tätig ist, aber nicht telearbeiten kann, sich nicht einfach weigern kann, zu arbeiten. „Das wird nur mit den entsprechenden Mitteln möglich sein, d. h. durch ein ärztliches Attest. Der freiwillige Rückzug in einen dieser Sektoren, ohne krank zu sein, wird nicht gehen“, so De Crem. (belga)

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