Doch kein Gratiswasser in Restaurants in der Wallonie

<p>Die neue wallonische Regierung wollte das Gratiswasser in Restaurants nach dem Vorbild Frankreichs einführen, doch dann gab es Widerstand aus dem Gaststättengewerbe und der Industrie.</p>
Die neue wallonische Regierung wollte das Gratiswasser in Restaurants nach dem Vorbild Frankreichs einführen, doch dann gab es Widerstand aus dem Gaststättengewerbe und der Industrie. | Illustration: dpa

„Ich spreche mich dafür aus, das kostenlose Wasser den Restaurants nicht vorzuschreiben, aber entschlossen zu bleiben bei dem Vorhaben, kostenloses Wasser an öffentlichen Plätzen vorzusehen“, erklärte der wallonische Wirtschaftsminister Willy Borsus (MR) am Dienstag im wallonischen Regionalparlament nach einer parlamentarischen Anfrage des Abgeordneten Eddy Fontaine (PS).

In Frankreich ist das kostenlose Angebot von Wasser bereits seit zehn Jahren in Restaurants Pflicht. Eigentlich wollte die neue wallonische Regierung eine ähnliche Maßnahme in dieser Legislatur umsetzen, aber das Gaststättengewerbe und der Sektor der Wasser- und Erfrischungsgetränke hatte sich dagegen ausgesprochen. Hauptsächlich wurde argumentiert, dass der Horeca-Sektor von Land zu Land unterschiedlich aufgebaut sei und diese Maßnahme in Frankreich nicht einfach auf Belgien übertragen könne, weil dort andere Bedingungen herrschten. Wohl aber gibt es ein Einverständnis bei der Lobby der Wasserindustrie darüber, ein spezielles Label für Restaurants vorzusehen, die selbst kostenlos Wasser anbieten wollen. Das Gaststättengewerbe findet diese Maßnahme dagegen nicht gut, und auch Wirtschaftsminister Willy Borsus zeigte sich damit nicht einverstanden. (belga)

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