Automatisierung bei Bußgeldbescheiden lässt Kasse des Staates klingeln

<p>Immer mehr Knöllchen werden digital und damit schneller bezahlt.</p>
Immer mehr Knöllchen werden digital und damit schneller bezahlt. | Archivfoto: belga

Unter anderem durch die Einführung eines QR-Codes (seit Dezember 2019) auf dem Bußgeldbescheid, mit dem man mit wenigen Klicks bezahlen kann, warten die Verkehrssünder nicht mehr so lange mit der Zahlung des Bußgeldes.

Im ersten Monat der Einführung zahlten 22.224 Personen ihre Strafe über den QR-Code, was 6,44 Prozent der damals zu zahlenden 345.203 Bußgelder ausmachte. „Diese Zahl hat sich in den letzten Monaten fast verdoppelt“, sagt Edward Landtsheere vom zuständigen Innenministerium. Im vergangenen Monat nutzten 38.282 Personen – also 12,10 Prozent – den Code.

„Dieser QR-Code bietet viele Vorteile“, so Landtsheere gegenüber „Het Laatste Nieuws“: „Es funktioniert viel schneller. Und Doppelzahlungen sind unmöglich.“ Doppelt bezahlte Bußgelder setzen in der Regel eine ganze Verwaltungskette in Gang, und die Rückerstattung kann mehrere Monate dauern.

Der QR-Code ist eine der Komponenten der Automatisierung der Justiz. In der Vergangenheit stapelten sich die offiziellen Bußgeldbescheiden in Kisten, die nur darauf warteten, an die Verkehrssünder versendet zu werden. Dies ging manchmal so langsam, dass ein erheblicher Teil der Bußgelder wieder erlassen werden musste. (belga)

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