Für die Studie hat das Forscherteam den Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Sterblichkeit in der Region Brüssel untersucht. Sie berücksichtigten bewusst Hintergrundfaktoren und verknüpften Bevölkerungsdaten wie die sozioökonomische Situation und die Mortalität mit den Konzentrationen der Außenluftverschmutzung.
Die Daten zeigen, dass die höheren Feinstaubkonzentrationen in Brüssel vor allem in ärmeren Stadtteilen zu finden sind und dass das Sterberisiko durch Luftverschmutzung auch in ärmeren Stadtteilen höher ist.
Die höheren Feinstaubkonzentrationen in diesen ärmeren Vierteln sind eine Folge der Struktur der Viertel, in denen es viele enge Straßen mit viel Verkehr und wenig Grün gibt. Darüber hinaus leben die Menschen in diesen Vierteln oft in Häusern von geringer Qualität mit schlechter Belüftung und Isolierung. Darüber hinaus verrichten sie oft Arbeiten, die im öffentlichen Raum ausgeführt werden, wie z. B. Busfahrer oder Straßenkehrer, wodurch diese Personen noch stärker der Luftverschmutzung ausgesetzt sind.
„Unsere Forschung zeigt auch auf, dass das Wissen der Menschen über die Qualität ihrer Umgebungsluft und die Auswirkungen auf ihre Gesundheit begrenzt ist“, sagt Charlotte Noel von „Interface Demography“: „Die Regierung könnte die Öffentlichkeit besser über die Gesundheitsrisiken der Luftverschmutzung informieren und sensibilisieren. Außerdem sind wirksame Schutzmaßnahmen nur begrenzt möglich.“ (belga)

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