Graffiti-Sprayer weiterhin „fleißig“, Eupener Polizei aber auch

Nachdem die Schmierereien zunächst auf Wänden, Garagen, Verkehrsschildern, und Spielgeräten an der Moorenhöhe, im Temsepark sowie an der Juden- und der Weserstraße aufgetaucht waren, hat sich der Unbekannte in den vergangenen Tagen auch im Kirchgässchen und auf dem Brunnen im Heidberg-Park verewigt. „Uns liegen seit Anfang Februar 15 Akten mit jeweils mehreren Feststellungen vor“, bestätigt Eric Hellebrandt, Pressesprecher der Polizeizone Weser-Göhl. Häufig sind die Schriftzüge „thief“ (engl. für „Dieb“), „true“ („wahr“) und „ray“ („Strahl“) zu lesen.

Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, möchte sich Eric Hellebrandt zu deren aktuellen Stand nicht äußern. Nur soviel: „Jedem Hinweis wird nachgegangen“, betont er. Sollte es den Beamten gelingen, den Sprayer zu fassen, droht ihm eine Gefängnisstrafe zwischen einem und sechs Monaten und/oder eine Geldstrafe in Höhe von rund 400 bis 1.600 Euro, wie Staatsanwalt Frédéric Renier erklärt.

Die Beseitigung von Graffitis hat die Stadt Eupen im vergangenen Jahr rund 5.500 Euro gekostet. Die Mitarbeiter des Bauhofs werden den aktuellen „Kunstwerken“ in den nächsten Tagen mit chemischen Lösungsmitteln zu Leibe rücken. Je nach Untergrund ist dies ein „Heidenaufwand“, wie Christian Collard, Leiter des Bauhofes, bestätigt. Ist Privateigentum betroffen, muss der Betroffene zunächst selbst für die Reinigung aufkommen und kann die Kosten später vom Verursacher zurückfordern – insofern dieser ermittelt wird. (sue)

Hinweise nimmt die Polizei unter den Rufnummern 087/55 25 80 und 087/45 04 50 entgegen.

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