Möhnen in Burg-Reuland: Willkommen im Borkenkäferland

Nach altbewährter Tradition ziehen die alten Weiber aus Reuland, Lascheid, Richtenberg, Weweler, Oudler, Maspelt, Alster und aus Oudler bereits am dritten fetten Donnerstag los, um in den närrischen Tagen die Macht zu ergreifen.

Die Möhnen aus Burg-Reuland konnten dabei sogar ein Jubiläum feiern, wie Obermöhn Sylvia Fank stolz berichtete: Sie treiben bereits seit 4x11 Jahren ihren Schabernack. Schützenhilfe erhielten sie diesmal von Prinz Sven I. (Kalpers) mit seinen charmanten Pagen Alina Kirsch und Sarah Ohles aus dem nahen Oudler, die sich in der Reuländer Möhnenschar sichtlich wohl fühlten.

Sind die Basketballkörbe etwa für den Müll gedacht?

Dass ein Schuss Originalität dem Feiern sehr zuträglich sein kann, bewies das Outfit der weiblich dominierten Chefetage aus dem Gemeindehaus in Thommen. Die von Oberkäfer Marion angeführte Krabbelkolonie hatte sich millionenfach aus ihrem Refugium auf der Grüfflinger Hardt ins nahe Kulturhaus verirrt. Als ein gefundenes Fressen erwiesen sich unterwegs die Müllfangkörbe, die seit einigen Wochen in den Reuländer Auen stehen und offenbar nicht nur Müll, sondern auch manch staunenden Blick auf sich ziehen. So sahen es auch Sabine Lampertz und Beatrice Posch, die stellvertretend für die Möhnen aus Maspelt das Wort ergriffen.

Es sei doch sehr zu hoffen, dass die angespannte Finanzlage nicht auf die Basketballkörbe zurückzuführen sei, „die der Gemeinde so viel Geld gekostet haben und von denen kaum jemand weiß, dass sie für den Müll gedacht sind?“ Doch mehr Kritik mussten die Buchdrucker aus Thommen nicht über sich ergehen lassen, „denn mir wolle danzen und songen und verbrenge e paar herrlicher Stonne“.

So viel ist gewiss und zur guten Stimmung trug wie immer DJ Paul mit närrischen Hits aus der Konserve bei, ehe der Möhnenschwarm wieder in die Dörfer auszog, wo das muntere Treiben in geselliger Runde weiterging. (arco)

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