Steckt die katholische Kirche in der Krise?

<p>Franz-Josef Heinen</p>
Franz-Josef Heinen | Foto: Ralf Schaus

Ist die katholische Kirche noch zu retten? Wird sie den Spagat zwischen der Traditionsgebundenheit der Konservativen und den Ansprüchen moderner Christen in Westeuropa, seien es Laien, Priester oder Bischöfe, schaffen?

Dass die Kirchen stets leerer werden und immer weniger Christen sich den Dogmen, Vorschriften und Ritualen zu unterwerfen bereit sind, ist doch nicht weiter verwunderlich, wenn man an die unsäglichen Diskussionen über den Zölibat der Priester und die vollständige Gleichstellung der Frau denkt. Selbst falls knochentrockene Prälaten in Rom und anderswo, die mit ihren spitzen Hüten und bunten Kleidern mitunter wie mittelalterliche Fürsten regieren, schon morgen verheiratete Männer und Frauen zu den sakralen Ämtern zuließen, würden die Kirchen sich nicht wieder füllen, und auch das wäre mehr als verständlich. Denn die Wurzeln des Übels liegen meiner Meinung nach viel tiefer.

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?
Die ersten 2 Monate für 1,49€ pro Monat
Jetzt bestellen
Bereits abonniert?

Kommentare

  • Wohltuend schonungsloser Kommentar, Herr Heinen!
    Leider bleibt er kurz vor der entscheidenden Erkenntnis stecken.

    Die christliche Religion allein auf die (vermeintliche) Grundbotschaft Jesus‘ von Nazareth zu reduzieren, hinterlässt einen Haufen Altpapier mit unverdaulichem, widersprüchlichem, gewalttätigem, hasserfülltem, von Neid und Missgunst getränktem Inhalt. Ja, welch‘ primitive Mythologie.

    In Wirklichkeit ist das Christentum moralisch orientierungslos, da sich dadurch Alles und auch das Gegenteil davon vertreten lässt, wie seine 2000-jährige Geschichte eindrucksvoll dokumentiert. (siehe Dr. E. Edmüller - Die Legende von der christlichen Moral - 2015)

    Es stimmt, dass in (fast) jedem Käsekuchen sich auch wohlschmeckende Rosinen befinden. Der allergrößte Teil besteht jedoch immer noch aus Käse.

Kommentar verfassen

1 Comment