Aachener Elektro-Autobauer bleibt hinter eigenen Zielen zurück

<p>Professor Günther Schuh bei der Präsentation des ersten serienmäßig hergestellten e.Go im Mai 2019.</p>
Professor Günther Schuh bei der Präsentation des ersten serienmäßig hergestellten e.Go im Mai 2019. | Foto: dpa-Archiv

Angepeilt waren zuletzt 600 Exemplare, ursprünglich war sogar von 1.000 die Rede. „Es ist nicht planmäßig gelaufen, aber wir haben es besser hingekriegt als viele andere“, sagte Firmengründer Günther Schuh der dpa. Der Rückschlag hält den Professor für Produktsystematik nicht davon ab, sich für 2020 erneut ambitionierte Ziele zu setzen: 5.100 Autos sollen vom Band rollen.

Bei den neu zugelassenen Elektroautos liegt e.Go mit 171 Fahrzeugen weit hinter seinen Wettbewerbern, wie aus den 2019er Zahlen des Kraftfahrtbundesamts hervorgeht, die die Uni Duisburg-Essen ausgewertet hat. Von VW, wo man mit dem e-Up einen direkten Wettbewerber zum Modell „e.Go Life“ anbietet, wurden im gleichen Zeitraum 8.200 Fahrzeuge neu zugelassen.

„Es ist äußerst schwierig, sich langfristig ein stabiles Geschäftsmodell vorzustellen“, sagt Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen. Das Modell aus Aachen könne sich im Wettbewerb schlecht durchsetzen, da es eine zu geringe Reichweite habe und lange zum Laden brauche. Der „e.Go Life“ ist als Stadtauto mit einer Reichweite von rund 150 Kilometern konzipiert.

Auf dem Campus der RWTH nutzt das Unternehmen auch das Netzwerk mit seinen Forschungseinrichtungen und ca. 360 Technologieunternehmen. (dpa)

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