Die Telefonleitungen im Antigiftzentrum, das hierzulande unter der Rufnummer 070/24 52 45 zu erreichen ist, sind 2019 ordentlich heiß gelaufen: Stolze 60.668 Anrufe gingen bei der Behörde ein.
Das letzte Mal als das Antigiftzentrum mit Sitz in Brüssel ähnlich viele Telefongespräche bewältigen musste, war 1999, dem Rekordjahr. Damals erhielt die Behörde insgesamt 61.134 Anrufe. Verantwortlich für die hohe Anzahl waren vor allem die belgische Dioxinkrise sowie der belgische Coca-Cola-Skandal.
Im letzten Jahr haben neben den klassischen Vergiftungen, wie beispielsweise die versehentliche Zunahme von Waschmitteln oder ätherischen Ölen sowie der Verzehr von Medikamenten, auch vor allem der Eichenprozessionsspinner die Telefone des Zentrums zum Kochen gebracht. Die Raupen des eigentlich harmlosen Nachtfalters die im Herbst zu Tausenden aus den Baumkronen herabkriechen und ihre giftigen Härchen ausbilden, haben 2019 in Belgien immer wieder Menschen zum Hörer greifen lassen. Die Brennhaare der Insekten lösen nämlich oft unerträglich juckende Hautexzeme aus und können auch für Augen und Atemwege gefährlich werden.
Allgemein begründen die Verantwortlichen die hohe Anzahl Anrufe auch mit der steigenden Bekanntheit des Antigiftzentrums.
Neben dem Telefon haben 2019 Betroffene aber auch immer wieder aufs Internet zurückgegriffen. Die Website des Antigiftzentrums wurde im vergangenen Jahr über drei Millionen Mal aufgerufen. (belga)

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