Wallonie startet kostenlose Vorsorgeuntersuchung für Gebärmutterhalskrebs

<p>Bei der Vorsorgeuntersuchung wird ein Abstrich vom Gebärmutterhals gemacht.</p>
Bei der Vorsorgeuntersuchung wird ein Abstrich vom Gebärmutterhals gemacht. | Foto: B. Boissonnet/BSIP/dpa-tmn

Das Projekt, das von einem Konsortium aus dem CHU Lüttich, dem CHR Namur und dem Grand Hôpital de Charleroi geleitet wird, wurde für die Durchführung der Vorsorgeuntersuchung ausgewählt und soll drei Jahre dauern. Es könne zu einem späteren Zeitpunkt nach der Auswertung jedoch verlängert werden, so Morreale.

Das Programm, das Ende 2020 gestartet werden soll, wird sich vor allem an die am stärksten von dieser Krankheit betroffenen Frauen richten, d. h. an die 25- bis 64-Jährigen. Ein Gesamtbudget von bis zu 1,5 Millionen Euro werden dem Pilotprojekt zur Verfügung gestellt.

In Belgien sind die Regionen für die Prävention von Gebärmutterhalskrebs zuständig. In Flandern gibt es bereits ein offizielles Programm zur Vorsorgeuntersuchung und kostenlose Impfungen. Dadurch können mehr als 80 Prozent der Mädchen in der ersten Sekundarstufe geimpft werden.

Nach einem im Dezember letzten Jahres veröffentlichten Bericht der Intermutualistischen Agentur (IMA) ist die Zahl der Gebärmutterhalskrebsvorsorgeuntersuchungen zwischen 2008 und 2017 um mindestens 25 Prozent zurückgegangen. Der Anteil der Frauen zwischen 25 und 64 Jahren, die sich in den letzten drei Jahren einem Gebärmutterhalsabstrich unterzogen haben, ist von 65 Prozent in Brüssel und 64 Prozent in der Wallonie im Jahr 2008 auf 46 Prozent bzw. 48 Prozent im Jahr 2017 gesunken.

In Belgien wurde im Jahr 2018 bei 640 Frauen Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert, und 235 Frauen starben nach Angaben des öffentlichen Gesundheitsinstituts Sciensano an der Krankheit. (belga)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment