Das Nationale Institut für Menschenrechte bestätigte den Tod des Mannes und forderte eine rasche Aufklärung des Vorfalls. Die Zahl der Todesopfer bei den seit Monaten andauernden Protesten gegen die Regierung stieg damit auf 27.
Bei den Krawallen in der chilenischen Hauptstadt ging zudem das Kulturzentrum Alameda in Flammen auf. Das Zentrum, zu dem ein Konzertsaal, ein Kino und ein Café gehören, sei bei dem Brand fast vollständig zerstört worden, berichtete die Zeitung „El Mercurio“. Vermummte drangen zudem in die Universität San Sebastián ein und schleuderten Brandsätze.
Seit Oktober gehen in Chile immer wieder zahlreiche Menschen gegen die Regierung auf die Straße. Die Proteste entzündeten sich an einer Erhöhung der Fahrscheinpreise für die Metro. Zudem verlangen die Demonstranten einen besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung sowie eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschaftssystem. Eine weitere Kernforderung ist eine neue Verfassung, über die die Chilenen im kommenden Jahr per Referendum entscheiden sollen. (dpa)

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