Die ehemalige deutsche Seenotretterin und jetzige Klimaaktivistin Carola Rackete wird am Sonntag (11.30) am Tagebau Garzweiler im Rheinischen Revier erwartet. Dort will sie nach Angaben der Bürgerinitiative „Alle Dörfer bleiben“ an einem Dorfspaziergang durch den Umsiedlungsort Keyenberg am Tagebau Garzweiler teilnehmen. Damit demonstrieren die Bürger für den Erhalt ihrer Dörfer und gegen die Kohle.
Das Braunkohlerevier gehöre zu den zentralen Verursachern der Klimakrise und trage zur Flucht von Menschen aus dem Süden bei, schrieb die Initiative und schlug damit den Bogen zu Rackete.
Als Kapitänin des Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“ war Rackete Ende Juni mit Dutzenden Migranten an Bord ohne Erlaubnis der Regierung in Rom in italienische Gewässer und in den Hafen von Lampedusa gefahren. Sie wurde daraufhin vorübergehend festgenommen. Rackete hatte unlängst gewarnt, der Klimawandel werde ohne starke Maßnahmen Konflikte um Ressourcen wie Wasser und massive Fluchtbewegungen auslösen. (dpa)

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