Aus dem Kalten Krieg wurde ein Kalter Frieden

<p>Sie sprechen die Sprache des jeweils anderen und dennoch wirken sie immer verkrampft:Angela Merkel und Wladimir Putin.</p>
Sie sprechen die Sprache des jeweils anderen und dennoch wirken sie immer verkrampft:Angela Merkel und Wladimir Putin. | Foto: Photo News

Das Wort „historisch“ wird heutzutage, nach dem „Ende der Geschichte“, inflationär gebraucht. Auf den 9. November 1989 trifft es allerdings zu 100 % zu. Was Schabowski, immerhin Mitglied des mächtigen Zentralkomitees der SED, losgetreten hat, hat die Geschichte der Welt verändert. Historiker sind sich weitgehend einig, dass der Fall der Mauer das Ende des 20. Jahrhunderts und seiner beiden mörderischen Kriege besiegelt hat. Mit dem Ende des Kalten Krieges endete die Teilung Europas und der Welt in zwei Machtblöcke: den westlichen um die USA und den kommunistischen um die UdSSR. Die Stunden und Tage nach Schabowskis chaotischem Auftritt, den man durchaus als symptomatisch für den inneren Zustand der DDR-Führung und selbst der Sowjetunion bezeichnen kann, waren chaotisch und hoch emotional: Deutschland, ja halb Europa taumelte durch ein Freudenfest. Es bedurfte millonenfachen Augenreibens, um Tage, wenn nicht Wochen später zu begreifen, dass eine große Stunde der Geschichte geschlagen hatte.

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