Diskussionsrunde auf Augenhöhe mit Lambertz zur EU

<p>Rund 30 Personen hatten sich im Alten Schlachthof eingefunden, um mit Karl-Heinz Lambertz zu debattieren.</p>
Rund 30 Personen hatten sich im Alten Schlachthof eingefunden, um mit Karl-Heinz Lambertz zu debattieren. | Foto: EuropeDirect

Die Migration, der Katalonien-Konflikt, der Brexit: Alles kam auf den Tisch. Lambertz lieferte Einblicke in seine Arbeit beim ADR, dem Sprachrohr für über 1.000 Regionen in Europa. Er hob die Errungenschaften der EU der letzten 20 Jahre hervor: u. a. die offenen Grenzen, den Euro, Erasmus+ und die Abschaffung der Roaming-Gebühren. Doch es wurden auch die Probleme, die die EU derzeit beschäftigen, debattiert.

Lambertz begrüßte das Vorhaben der zukünftigen Kommission von der Leyen, das EU-Parlament aufzuwerten und diesem ein Initiativrecht einzuräumen. Das hat aktuell nur die EU-Kommission. Zur Debatte kam auch die Tatsache, dass die Entscheidungen im EU-Rat meist einstimmig von allen Regierungschefs der (noch) 28 Mitgliedsstaaten beschlossen werden müssen. Jene Politiker aber die Schuld, wenn etwas nicht so läuft wie erhofft, auf die EU schieben.

Ein weiteres Fazit des Abends war die Erkenntnis, dass Europa in manchen Angelegenheiten auch versagt habe: z. B. in der Migrationpolitik. „Europa kann nur dann funktionieren, wenn die Leute vor Ort einen Mehrwert verspüren“, erklärte Karl-Heinz Lambertz am Abend. (red/mv)

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