Der 30-jährige Schweizer aus dem Kanton Thurgau im Nordosten des Landes soll sieben Jahre lang Sex mit seinen Schafen, Kühen, Ziegen und Schweinen gehabt haben. Berichten zufolge ließ er ein Kälbchen an seinem Penis saugen und brachte einen Schafbock dazu, ihn zu besteigen.
Die sexuellen Missbräuche flogen erst auf, als er sich beim Sex mit einem 300 Kilo schweren Stier verletzte und im Krankenhaus landete. Beim Geschlechtsverkehr mit dem Bullen hatte er schwere innere Verletzungen erlitten. Das Krankenhauspersonal hatte die Polizei alarmiert.
Der Bauer fühlte sich schuldig und gab die Taten zu: „Der Trieb war stärker als ich“. Er zeigte sogar Reue, jedoch ging es dabei um etwas anderes: „Ich fühle mich schuldig. Sex vor der Ehe ist eine schlimme Sünde, ob mit Mensch oder Tier.“ Der Bauer wollte nicht einsehen, dass er die Würde der Tiere verletzt hatte. Der Schafbock hatte ihm zufolge „freiwillig mitgemacht“.
Die Richterin riet dem Täter „offen zu sein“ und „sich helfen zu lassen“, damit er seine „Sexualität in den Griff bekomme“.
Der Mann wurde vom Gericht zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten, einem Bußgeld von 4.500 Franken (umgerechnet rund 4.000 Euro) und zu einer dreimonatigen psychotherapeutischen Behandlung verurteilt. Das Bußgeld wurde ihm auch im Rahmen einer anderen Tat auferlegt: Der Bauer soll mehrere Dutzend Lämmer nicht ordnungsgemäß mit einem Gummiring kastriert haben. (alno)

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