Christen, Juden und Muslime gemeinsam gegen Sterbehilfe

<p>Christen, Juden und Muslime gemeinsam gegen Sterbehilfe</p>
Illustrationsbild: dpa

In den vergangenen Jahren habe es eine Zunahme von sogenannten „Gnaden-Tötungen“ in verschiedenen Ländern wie den Niederlanden, Belgien, Kanada, Australien und verschiedenen US-Bundesstaaten gegeben, heißt es in einer vom Chefrabbinat aus Israel verbreiteten Erklärung zu dem am Montag in Rom unterzeichneten Dokument.

Es gebe in diesen Ländern Krankenhäuser, die bestimmte Ärzte und medizinisches Personal ermutigten, Herz-Lungen-Maschinen bei todkranken Patienten abzuschalten, hieß es weiter. Es würden dort sogar Familien ermutigt, aktiv das Leben von Patienten im Endstadium zu beenden, indem sie ihnen Gift injizierten. Nach jüdischem Glauben und auch nach dem der anderen Weltreligionen bedeute dies „Mord“ mit der Rückendeckung des medizinischen Personals rund um die Welt, hieß es in der Mitteilung.

Laut dem Portal Vatican News wurde der Entwurf des Dokumentes von einer interreligiösen Gruppe erarbeitet, die von der Päpstlichen Akademie für das Leben koordiniert wurde. Nach der Unterzeichnung präsentierte Rabbinats-Direktor Rabbi Mosche Dagan das Dokument Papst Franziskus. (dpa)

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