„Hagibis“ (Philippinisch für „schnell“) hat am Wochenende in Japan eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Zahlreiche Flüsse waren über die Ufer getreten und überschwemmten ganze Wohngebiete und Straßen. In der mit am schwersten betroffenen Provinz Nagano und anderen Regionen des bergigen Inselreiches gingen vielerorts Erdrutsche und Schlammlawinen nieder. Nach offiziellen Angaben wurden infolge der Naturkatastrophe 40 Menschen in den Tod gerissen – weitere 17 Menschen werden noch vermisst.
Derweil haben die Aufräumarbeiten begonnen. Mehr als 110.000 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Küstenwache und Militär sind an den Rettungs- und Bergungseinsätzen beteiligt.
Den Taifun durchstehen mussten auch die Eupener Christopher Populaire und Christine Müllender. Das Ehepaar, das seit dem 4. Oktober mit Freunden in Japan weilt, erlebte den Wirbelsturm in ihrem Hotel in Tokio. Neben „Hagibis“ mussten die Ostbelgier aber auch ein starkes Erdbeben, das am Samstagabend (Ortszeit) die Nachbarprovinz Chiba erschütterte, überstehen. „Uns geht es so weit aber ganz gut“, erklärt Christopher Populaire auf GrenzEcho-Nachfrage am Montagmorgen (MEZ).
Eigentlich sollten der 35-Jährige und seine Frau schon längst wieder in Ostbelgien sein, doch „Hagibis“ machte dem Paar einen Strich durch die Rechnung. „Unser Rückflug wurde schon vor ein paar Tagen annulliert“, kommentiert Populaire: „Wir mussten uns dann selbst organisieren, eine Unterkunft für die nächsten Tage zu finden.“ Bis Donnerstag muss das Ehepaar, das ursprünglich am Samstag von Tokio aus hätte abheben sollen, noch auf der Insel ausharren.
Die ungeplanten Tage bedeuten auch zusätzliche Kosten, und die werden wohl höchstwahrscheinlich auf die „Kappe“ der Eupener gehen. „Ich glaube nämlich nicht, auch wenn ich mich darüber noch nicht richtig informiert habe, dass die Versicherungen dafür aufkommen werden“, meint Christopher Populair. Die Stimmung haben sich das Pärchen und ihre Bekannten durch den Wirbelsturm aber nicht vermiesen lassen. „Wir versuchen jetzt einfach das Urlaubsfeeling zurückzuholen und einfach die Zeit bestmöglich zu nutzen.“ (dpa/calü)


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