Ex-US-Verteidigungsminister warnt vor Wiedererstarken des IS

<p>James Mattis war von Januar 2017 bis Januar 2019 US-Verteidigungsminister unter Donald Trump.</p>
James Mattis war von Januar 2017 bis Januar 2019 US-Verteidigungsminister unter Donald Trump. | Foto: belga

Die USA müssten den Druck auf den IS aufrechterhalten, damit er nicht wieder auflebe, sagte Mattis dem US-Sender NBC in einem am Samstag veröffentlichten Ausschnitt eines längeren Interviews.

Kurz vor Beginn der türkischen Offensive, die seit Mittwoch läuft, hatte US-Präsident Donald Trump den Abzug von US-Soldaten aus dem Gebiet in Nordostsyrien veranlasst. Kritiker werteten das als Freifahrtschein für den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan, gegen die kurdische YPG-Miliz vorzugehen, gegen die sich die Offensive richtet. Die von der YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) waren im Kampf gegen den IS ein wichtiger Verbündeter der USA. Die Türkei sieht in ihr einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrororganisation.

Der IS sei nicht besiegt - man müsse sehen, ob die Kurden trotz des türkischen Militäreinsatzes in der Lage sein werden, den Kampf gegen die Terrormiliz aufrechtzuerhalten. „Es wird Auswirkungen darauf haben. Die Frage ist, wie stark.“

„Wir möchten vielleicht, dass ein Krieg vorbei ist, wir mögen ihn sogar für beendet erklären“, sagte Mattis. Am Ende habe der Feind die entscheidende Stimme. „Wenn wir in diesem Fall nicht den Druck beibehalten, wird der IS wieder aufleben.“ Es sei „völlig klar“, dass die Terroristen zurückkommen würden.

Mattis hatte Ende des vergangenen Jahres wegen inhaltlicher Meinungsverschiedenheiten mit dem Präsidenten seinen Rückzug als Verteidigungsminister angekündigt. (dpa)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment