Nachhaltige Abfallwirtschaft: Neue Bier- und Keks-Kreationen sorgen in Brüssel für Aufsehen

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Die beiden Schöpfungen wurden jeweils aus den Abfällen des anderen Produktes kreiert. | Foto: privat

Bier und Kekse gibt es heutzutage in quasi jeglichen Geschmacksrichtungen – und trotzdem schaffen es immer wieder Leute, etwas „Neues“ zu entwickeln. Zuletzt geschehen in der Hauptstadt. Dort haben sich das noch relativ junge, aber aufstrebende Brauunternehmen Brussels Beer Project und die altehrwürdige Keksfabrik Maison Dandoy zusammengetan, um zwei neue Kreationen auf den Markt zu bringen. Im Mittelpunkt der beiden Schöpfungen stehen zum einen das würzige Formgebäck Spekulatius, zum anderen der alkoholische Dauerbrenner Bier – zwei typisch belgische Spezialitäten.

Aufseiten der Bierbrauer ist im Rahmen der Zusammenarbeit der Gerstensaft mit dem Namen „Tough Cookie“ entstanden. Ein Stout, das laut den Machern „perfekt für die bevorstehenden Herbsttage ist“. „Hauptzutat des „Hopfensmoothies“: Spekulatiusgebäck vom Maison Dandoy. „Die Gewürze des Kekses verleihen dem Bier vor allem Akzente von Zimt und Nelken“, erklärt Sébastien Morvan vom Brussels Beer Project der Tageszeitung „Het Laaste News“.

Insgesamt wurden für knapp 8.000 Liter des „Tough Cookie“ produziert. Darin enthalten: rund 30 Kilogramm gebrochener, und damit nicht verkaufbarer Spekulatiuskekse. „Es war eine Herausforderung, das Bier richtig zu filtern. Aber nach vielen Experimenten hatten wir es geschafft“, meint Sébastien Morvan.

In der traditionsreichen Biscuiterie Maison Dandoy hat unterdessen ein neuer Keks das Licht der Welt erblickt. Das Gebäck, das zu 15 Prozent aus dem bei der Bierherstellung anfallenden Rückstände des Braumalzes, dem sogenannten Treber, besteht, basiert auf Mürbeteig, der mit Mandeln verfeinert wurde.

Beide Unternehmen setzen mit ihren Kreationen ein Zeichen in Sachen nachhaltige Abfallwirtschaft. „Das ist Teil unserer Kreislaufwirtschaft, an die wir fest glauben“, sagt Sébastien Morvan. „Bei uns ist das Ganze in unserer DNA verankert, und das seit 190 Jahren“, ergänzt Alexandre Helson, Marketingleiter bei Maison Dandoy: „Die älteren Generationen, die Kriege miterlebt haben, waren bereits davon überzeugt, nichts zu verschwenden und so viele Dinge wie nur möglich wiederzuverwenden. Ein Ansatz, den wir bis heute intensiv versuchen zu leben.“ (calü)

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