Königin Paola zeichnet sechs ostbelgische Schüler aus

Beim landesweiten Preisausschreiben „Focus Erde“ der Königin-Paola-Stiftung (in Zusammenarbeit mit der Stiftung Dirk Frimout) kommen technische und wissenschaftliche Kenntnisse sowie die gesellschaftlichen Auswirkungen und die wissenschaftliche Kreativität zur Geltung. Die Preise für die Endarbeiten von Schülern aus der DG überreichte Bildungsminister Harald Mollers (ProDG). „Der Preis Focus Erde reiht sich zum einen ein in die Thematik rund um Nachhaltigkeit und zum anderen in die Bemühungen, die naturwissenschaftlich-technischen Schulfächer zu stärken und das Interesse der Schüler für diese Themen zu wecken“, erklärte der Minister gegenüber dem GrenzEcho. Er gratulierte den Preisträgern zu ihrer Leistung: „Es freut mich, dass auch in diesem Jahr zwei Schulen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft sich für diesen Wettbewerb qualifiziert haben. Und ganz besonders freut es mich natürlich, dass sogar vier der Endarbeiten ausgezeichnet wurden.“

Die diesjährigen Preisträger aus Ostbelgien:

Erster Preis:

Noah Henkes vom Technischen Institut St.Vith. Projekt: Smart Fridge (intelligenter Kühlschrank).

Beschreibung: Der Kühlschrank zeigt die Produkte und deren vorhandene Menge übersichtlich auf einem Display an. Diese Anzeige ermöglicht eine große Übersicht über die vorhandenen Produkte und macht das Einkaufen wesentlich einfacher. Auch ist der Aspekt der Energieverschwendung beim unnötigen Öffnen der Tür in handelsüblichen Kühlschränken nicht zu vernachlässigen. Dieser Kühlschrank spart demnach Energie, da der Nutzer die Tür nicht mehr öffnen muss, um nachzuschauen, welche Produkte vorhanden sind.

Zweiter Preis:

Lara André, Alina Reusch und Michelle Reusch (Maria-Goretti Sekundarschule St.Vith). Projekt: Wie kann man als Erzieher Inklusion im Kindergarten mitgestalten?

Beschreibung: Diese Arbeit beleuchtet die Rahmenbedingungen und Umsetzungsmöglichkeiten eines inklusiven Kindergartens im Sinne der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und aller beteiligten Akteure. In einem ersten, schriftlichen Teil der Arbeit werden die theoretische Grundlage der Inklusion sowie mögliche Vorteile und Vorbehalte beschrieben. Auch wird detailliert auf die Bedürfnisse von Kindern mit und ohne Behinderung sowie auf Rahmenbedingungen eines inklusiven Kindergartens eingegangen. Mehrere Interviews mit beteiligten Akteuren (Eltern, Lehrer, Politiker) verhalfen den Autoren zu einem klaren Gesamtbild. In einem zweiten, praktischen Teil der Arbeit haben sie sich darum bemüht, die theoretisch erarbeiteten Aspekte in ein idealtypisches Konzept einzubinden und somit einen inklusiven Kindergarten zu erschaffen. Ein besonderes Augenmark gilt dem proaktiven Handeln im Sinne der Konvention sowie die Rolle des Erziehers innerhalb des Schulteams.

Dritter Preis:

Marvin Knops (Technisches Institut St.Vith). Projekt: Löschfahrzeug.

Beschreibung: Das Projekt besteht aus einem Löschfahrzeug und einer dazugehörigen App. Das Ziel der Arbeit war es, ein Gefährt zu konzipieren, mit dem man aus der Ferne Brände bekämpfen kann. Es gibt heutzutage viele Situationen, wo Feuerwehrleute beim Löschen von Bränden ein sehr hohes Eigenrisiko eingehen müssen, gerade dann, wenn Explosionsgefahr oder Einsturzgefahr besteht. In diesen Situationen kann das ferngesteuerte Löschfahrzeug eingesetzt werden, mit dessen Hilfe die Feuerwehr den Brand effektiv aus der Nähe bekämpfen kann, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Da das Gefährt mit einer Kamera ausgestattet ist, kann es außer Sichtweite beispielsweise in Gebäuden eingesetzt werden. Durch die Nachtsichtfunktion der Kamera kann das Löschfahrzeug seine Umgebung bei Nacht gut wahrnehmen und gezielt auf den Brand zusteuern.

Vierter Preis:

Jan Plumacher (Technisches Institut St.Vith). Projekt: Battery Changer.

Beschreibung: Diese Endarbeit käme im Alltag zum Einsatz, wenn große Distanzen mit Elektroautos gefahren werden. Anstatt das Auto aufzuladen, wird der Akku getauscht und der leere Akku vor Ort wieder aufgeladen. Somit kann man die Ladezeit der Akkus überbrücken. Anstatt 45 Minuten an einer Ladesäule zu stehen, benötigt der Akkuwechsler nur einige Minuten. Der Akku kann laden, während das Fahrzeug wieder unterwegs ist. Zudem können die Akkus, die im Lager untergebracht sind, geladen werden, wenn der Strompreis niedrig ist, beziehungsweise wenn genügend Strom vorhanden ist. Dies schützt das Stromnetz vor Überlastung. Energie, die zu viel produziert wurde, kann außerdem in den Akkus gespeichert werden. (gz)

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