PS-Politiker Paul Magnette macht sich für Sauerteig stark

<p>Hat am Dienstag sein Buch „Le chant du pain“ vorgestellt.</p>
Hat am Dienstag sein Buch „Le chant du pain“ vorgestellt. | Foto: belga

Am Dienstag stellte Paul Magnette sein Werk mit dem Titel „Le chant du pain“ der Öffentlichkeit vor. „Das Backen von Brot ist seit zehn Jahren eine große Leidenschaft von mir“, sagte der amtierende Bürgermeister von Charleroi, der beim Brotbacken vor allem auf Sauerteig setzt – einem Erfolgsrezept seit tausenden Jahren. „Für einen Sauerteig braucht man nämlich nur gutes Mehl und Wasser“, erklärte Magnette.

Mit seinem Buch will der Spitzenpolitiker der frankofonen Sozialisten ein wenig gegen industrialisiertes Brot mobil machen – auch, um das „Verschwinden“ von handwerklichen Bäckereien einzudämmen und die Industrie, die dahinter steckt, zu stärken. Denn nach Angaben des ehemaligen Ministerpräsidenten der Wallonie werden „nur“ knapp elf Prozent des in der Wallonie angebauten Weizens für die Brotherstellung verwendet.

Aber was genau ist eigentlich ein Sauerteig?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten, Brot zu backen: mit Sauerteig oder mit Hefe. Hefe wird eher bei Weizenmehlbroten eingesetzt, Sauerteig bei Broten mit Roggenmehlanteil wie Grau- oder Roggenmischbroten. Das Backen mit Sauerteig gilt als traditionellste und reinste Form.

In einem handelsüblichen Brot stecken oft Dutzende Zutaten. Für ein Sauerteigbrot braucht es nur Mehl und Wasser. Das hat auch Vorteile für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten. Und: Sauerteigbrot hält sich bis zu drei Wochen. Hefebrot schmeckt dagegen schon am Folgetag oft alt.

Guter Sauerteig muss regelmäßig mit Mehl und Wasser gefüttert werden. Beim Herstellen gilt es, durch Wasser, Mehl, Zeit und Temperatur ein mikrobiologisches Milieu zu steuern. Schon kleine Temperatur- oder Zubereitungsunterschiede entscheiden über das Gelingen des Brotes. (dpa/belga)

<p>Im Prinzip verrührt man bloß Mehl mit Wasser und lässt das Ganze ein paar Tage stehen. Trotzdem ist das Backen mit Sauerteig manchmal nervenaufreibend.</p>
Im Prinzip verrührt man bloß Mehl mit Wasser und lässt das Ganze ein paar Tage stehen. Trotzdem ist das Backen mit Sauerteig manchmal nervenaufreibend. | Foto: dpa

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