Brüsseler Auffangzentrum „La Porte d'Ulysse“ macht dicht - Politik sucht nach Lösung

<p>Brüsseler Auffangzentrum „La Porte d'Ulysse“ macht dicht - Politik sucht nach Lösung</p>
Foto: privat

Die Unterkunft „La Porte d'Ulysse“, die seit 2017 besteht und rund 350 Menschen – vorwiegend Papierlosen – ein Dach über dem Kopf bietet, steht vor dem Aus – und das, weil die Immobilie zu einem Ausbildungszentrum für Sicherheitsberufe umgebaut werden soll. „Wir müssen das Gebäude am 30. September an den Eigentümer übergeben“, erklärt Mehdi Kassou gegenüber der Tageszeitung „De Standaard“. Der Unterkunftsleiter hofft, dass in den nächsten Tagen ein neues Haus in der Hauptstadt gefunden wird, wo sich das Auffangzentrum niederlassen kann. „Die Verantwortung liegt aber bei der Politik“, meint Kassou.

Der Stadt und der Region Brüssel, die das Auffangzentrum tragen, ist die Problematik durchaus bewusst. „Wir können die 350 Menschen nicht einfach auf die Straße setzen“, gaben die Brüsseler Regionalminister Alain Maron (Ecolo) und Elke Van den Brandt (Groen), die für das Dossier verantwortlich sind, zu verstehen. Bei der Suche nach einer Lösung setzen die Politiker auch auf die Unterstützung der 19 Brüsseler Gemeinden, den Privatsektor sowie die Föderalregierung. Letztere hat in Person von Maggie De Block, ihres Zeichens Ministerin für Asyl und Migration, aber angekündigt, nicht helfen zu wollen. „Wenn Brüssel beschließt, illegale Einwanderer aufzunehmen, sollten sie mir nicht dafür die Rechnung schicken“, so die Open-VLD-Polikterin. Menschen, die kein Asylantrag stellen wollen und sich somit hierzulande illegal aufhalten, müssten eben „dorthin zurück, wo sie herkommen“. (calü)

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