Wegen eines Warnstreiks beim WDR konnten ARD und ZDF das „Morgenmagazin“ am Mittwoch nicht live senden. „Das reguläre Morgenmagazin entfällt auf Grund eines Warnstreiks. Sie sehen eine Aufzeichnung von heute früh“, blendete die ARD am frühen Morgen im laufenden Programm ein. Eine WDR-Sprecherin erläuterte, in der Zeit von 3.00 bis 4.00 Uhr sei eine Sendungsstunde vorproduziert worden, die dann ab Beginn des Warnstreiks wiederholt gezeigt worden sei. Zudem sei statt der aktuellen ARD-Sendung „Live nach 9“ ein „Best of“ des Formats gesendet worden.
Die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalistenverband (DJV) hatten alle WDR-Beschäftigten am Mittwoch von 4.00 Uhr an zu einem 24-stündigen Warnstreik aufgerufen. Damit wollen die Gewerkschaften Druck in der laufenden Tarifrunde machen.
Sollten im Laufe des Tages weitere Live-Sendungen vom Warnstreik betroffen sein, sei der WDR darauf vorbereitet, sagte die Sprecherin. Im Radioprogramm seien für die Zuhörer zunächst keine Auswirkungen spürbar gewesen.
In den vergangenen Wochen hatte es bereits mehrfach Warnstreiks beim WDR gegeben. In den laufenden Tarifverhandlungen fordert die Arbeitnehmerseite für die Mitarbeiter unter anderem sechs Prozent mehr Geld. Der WDR hat nach eigenen Angaben als Angebot eine stufenweise Erhöhung von zusammengerechnet 4,25 Prozent vorgelegt. Die Verhandlungen sollen am 26. September fortgesetzt werden.
Warnstreiks hatten die Gewerkschaften auch für andere ARD-Anstalten angekündigt, etwa beim Norddeutschen und beim Bayerischen Rundfunk. (dpa)

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