Demnach entfielen im ersten Quartal 2026 lediglich 0,49 Prozent aller laufenden Arbeitsverträge auf neu abgeschlossene Verträge mit Arbeitnehmern im Alter von höchstens 25 Jahren. Zum Vergleich: 2022 lag dieser Anteil noch bei 0,77 Prozent, im vergangenen Jahr waren es 0,60 Prozent.
Zwar registriert Acerta auch in anderen Altersgruppen einen Rückgang, bei den bis 25-Jährigen fällt dieser jedoch am stärksten aus.
Für diese Entwicklung sieht das Personalunternehmen mehrere mögliche Ursachen. „Auf der einen Seite herrscht wirtschaftliche Unsicherheit, unter anderem infolge geopolitischer Spannungen, steigender Inflation und schwankender Energiepreise. Dadurch finden junge Menschen weniger leicht den Weg in ihren ersten Job“, erklärt Acerta-Recruiterin Florence Verplaetse.
Gleichzeitig könnte der rasante Vormarsch künstlicher Intelligenz eine Rolle spielen. „Andererseits gibt es den sehr schnellen Aufstieg der künstlichen Intelligenz, der möglicherweise dazu führt, dass weniger Einstiegsstellen für junge Menschen zur Verfügung stehen, weil KI diese Aufgaben übernehmen kann“, so Verplaetse.
Einstiegsgehälter deutlich gestiegen
Wer den Sprung in den Arbeitsmarkt schafft, startet allerdings mit einem deutlich höheren Gehalt als noch vor einigen Jahren. Das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt von Berufseinsteigern bis einschließlich 25 Jahre ist laut Acerta innerhalb von fünf Jahren um 22,8 Prozent gestiegen. Der Zuwachs entspricht allerdings ungefähr der Entwicklung der Inflation.
Besonders deutlich zeigt sich der Einfluss des Bildungsabschlusses. Junge Arbeitnehmer mit Universitätsabschluss verdienen beim Berufseinstieg inzwischen durchschnittlich 3.084 Euro brutto im Monat. Damit liegen sie im Schnitt 687 Euro über Berufseinsteigern mit einem Abschluss der unteren Sekundarstufe.
Ein höherer Bildungsabschluss ist jedoch keine Garantie dafür, tatsächlich einen entsprechend bezahlten Arbeitsplatz zu finden. „Längst nicht jeder verdient das Einstiegsgehalt, das durchschnittlich seinem Bildungsniveau entspricht – auch nicht unter Universitätsabsolventen“, betont Verplaetse. Ein Grund dafür sei, dass es derzeit für viele Hochqualifizierte schwierig sei, eine Stelle zu finden, die ihrem Ausbildungsniveau entspricht.
Für die Untersuchung wertete Acerta die Daten von 450.000 Arbeitnehmern in 30.000 Unternehmen des belgischen Privatsektors aus. Berücksichtigt wurden sowohl kleine und mittlere Unternehmen als auch Großunternehmen. (belga/calü)

Kommentare
... und dann wären vor allem noch die Flexi Job´´´s...
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