Verkehrssicherheit in Eupen

Zum Thema Verkehrssicherheit am Anfang des neuen Schuljahres möchte ich wie folgt Stellung nehmen: Kampagnen, die zu mehr Sicherheit für die Kinder beitragen, sind auf jeden Fall begrüßenswert. Technische Hilfsmittel, wie mobile Tafeln zur Geschwindigkeitsmessung sind aber auch hilfreiche Instrumente. Da verstehe ich nicht, dass diese ganze Woche eine solche Tafel im Viertel „Auf dem Spitzberg“ die Geschwindigkeit misst, in einer Sackgasse und an einer Stelle, wo es praktisch unmöglich ist, schneller als 25 km/h zu fahren. Gut gemeint, aber zur falschen Zeit. In dieser ersten Schulwoche müsste die Tafel in der Nähe einer Schule stehen. Zum Beispiel am Kaperberg, wo 90% der PKW-Fahrer sich nicht an die 30 km/h-Regel hält. Übrigens gilt dort die 30 km/h-Regel nur, wenn die Leuchttafeln eingeschaltet sind. Die Benutzer des Zebrastreifens an der PDS sollten also höllisch aufpassen; ich habe schon oft gesehen, wie dort bei Rot durchgefahren wurde!

Unverantwortlich ist auch der Zustand des Zebrastreifens auf der Malmedyer Straße, an der Einmündung der Gasse zum Escherbach. Dieser Zebrastreifen ist kaum mehr zu erkennen; er ist von zwei Inseln gesichert. Die Markierung ist aber seit zwei Monaten nach einer Neuteerung fast ganz verschwunden. Vor etwa 10 Jahren ist dort eine Person zu Tode gekommen. Damals wurden die Inseln eingerichtet und es wurden sogar Rohre für eine Beleuchtung verlegt, die bis heute nicht installiert wurde.

Heute sind nicht mal mehr Schilder da, die auf den Zebrastreifen hinweisen. Oder ist das vielleicht gar kein Zebrastreifen mehr? Kampagnen sind gut, zuerst sollte man aber die Infrastruktur in Ordnung bringen. Dafür fehlt dann wahrscheinlich das Geld.

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