Angesichts laufender Militärübungen der USA mit Südkorea hat das international isolierte Nordkorea seine Raketentests fortgesetzt. Zudem erteilte das Land dem Dialog mit Südkorea vorerst eine Absage.
Nordkorea habe am Freitag zwei Raketen mit kurzer Reichweite von der Ostküste aus in Richtung offenes Meer abgefeuert, teilten Südkoreas Streitkräfte mit. Nach ersten Analysen dürfte es sich um ballistische Raketen gehandelt haben, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Tests mit ballistischer Raketentechnik sind Nordkorea durch UN-Resolutionen untersagt.
Das nordkoreanische Komitee für die friedliche Wiedervereinigung des Landes hatte Südkorea kurz zuvor dafür kritisiert, gemeinsame Manöver mit den USA abzuhalten. Das Gremium erklärte, es würden keine innerkoreanischen Gespräche mehr stattfinden.
Bereits in den Wochen zuvor hatte Nordkorea die Militärmanöver in Südkorea zum Vorwand genommen, um mehrere Raketentests durchzuführen. Darunter befanden sich nach südkoreanischen Angaben auch ballistische Raketen. Einschließlich der Starts am Freitag hat Nordkorea seit Ende Juli bereits sechsmal Raketen abgeschossen. Beim jüngsten Test flogen die Projektile den Angaben Südkoreas zufolge bei einer Maximalhöhe von 30 Kilometern etwa 230 Kilometer weit. Um welchen Raketentyp es sich genau handelte war zunächst unklar. (dpa)

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