Jugendlager

Der Jugendtourismus hatte in Ostbelgien schon immer einen hohen Stellenwert. Die schöne Lagerzeit in intakter Natur bleibt den Pfadfindern und anderen Verbänden meistens in allerbester Erinnerung. Viele machen dabei erstmals Bekanntschaft mit unserer Gegend und der hiesigen Bevölkerung.

Offensichtlich aber ist man momentan vor allem in Büllingen nicht mehr ganz glücklich mit den jungen Gästen. Dabei dürfte die konsequente Einhaltung der in allen Eifel-Gemeinden gültigen Polizeiverordnung betreffend der Organisation von Jugendlagern m. E. schon ausreichen, um der Lage Herr zu werden.

Bereits vor 30 Jahren wurde der Vorläufer des Regelwerks von der damaligen Regierung unter MP Joseph Maraite in Kooperation mit dem VAO und dem Bezirkskommissariat mit großem Aufwand ausgearbeitet und durch alle Gemeinden verabschiedet. Im Vorfeld der Saison wurden die Eigentümer von Lagerplätzen wie auch die Verbände (Katholische Pfadfinder, Chiro Jeugd Vlaanderen, Faucons Rouges etc.) landesweit systematisch informiert. Alle Gruppen mit Reiseziel DG erhielten nicht nur die Polizeiverordnung, sondern auch Infos in allen Landessprachen (teilweise auch in Englisch), wie man ein umwelt- und sozialverträgliches Jugendlager in Harmonie mit den Anwohnern organisiert: Von der korrekten Mülltrennung und Abwasserentsorgung bis hin zum aktiven Naturschutz. Diese „sanften“ Tourismusinitiativen waren der EU besondere Auszeichnungen wert, z. B. den Großen Europäischen Preis für Tourismus und Umwelt. Das ist alles ist noch gar nicht so lange her, und das Ministerium der DG und Kaleido informieren auch weiterhin vorbildlich die hiesigen Jugendgruppen.

Ok, die Zeiten und vor allem das „Freizeitverhalten“ der Jugendlichen haben sich geändert. Aber weshalb sollte die VORHERIGE Information der „Touristen von morgen“ nicht auch in 2019 mehr möglich sein?

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