Didier Reynders weilt seit Montag in Straßburg, wo er in eigener Sache ordentlich die Werbetrommel rührt. Denn Belgiens geschäftsführender Außenminister will der neue Generalsekretär des Europarates werden. Und seine Chancen auf den Posten sind nicht wirklich schlecht, dem MR-Politiker steht nämlich nur noch eine Konkurrentin gegenüber: die kroatische Vizepremierministerin und Ministerin für auswärtige und europäische Angelegenheiten, Marija Pejcinovic Buric.
Wer am 1. Oktober die Nachfolge von Thorbjørn Jagland, dem amtierenden Generalsekretärs des Europarates, antritt, wird sich bei der Wahl am Mittwoch zeigen. Bis dahin versucht Reynders in Straßburg, so viele Abgeordnete wie nur möglich von seiner Person zu überzeugen.
Dass der 60-Jährige aufgrund seiner Kandidatur seine Mission einer Regierungsbildung zurzeit ruhen lässt, ist für seinen Informatorenkollegen Johan Vande Lanotte (SP.A) kein Problem. „Das wurde von Anfang an so vereinbart. In den nächsten Tagen werde ich alleine ein paar Gespräche führen und mit Didier in Kontakt bleiben“, äußerte sich Vande Lanotte gegenüber der flämischen Tageszeitung „De Morgen“.
Zur Info: Der Europarat wurde 1949 gegründet und ist die führende Menschenrechtsorganisation Europas. Er hat 47 Mitgliedstaaten, von denen 28 Mitglieder der Europäischen Union sind. (calü)

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