Golden State muss zwei weitere Spiele gewinnen, um die Serie noch zu drehen. Das ist in der Geschichte der Liga erst einer Mannschaft gelungen, die Cleveland Cavaliers holten 2016 nach einem 1:3-Rückstand die Meisterschaft - gegen die Warriors.
Wegbereiter zum zwingend notwendigen Sieg der Gäste waren die Superstars Stephen Curry (31 Punkte) und Klay Thompson (26). Bei den Raptors, die schwach von der Dreierlinie trafen, gelangen Leonard 26 Punkte und zwölf Rebounds, der Schlüsselspieler leistete sich aber auch fünf Ballverluste.
Golden State konnte erstmals in der Finalserie auf Kevin Durant zurückgreifen. Der zehnmalige Allstar stand trotz seiner Wadenprobleme in der Startformation und begann stark, doch zu Beginn des zweiten Viertels brach offenbar die Verletzung wieder auf. Durant (elf Punkte) humpelte in die Kabine und verließ noch während des Spiels auf Krücken die Halle.
Die Warriors zeigten sich vom Aus unbeeindruckt, lagen zur Pause 62:56 vorn und setzten sich im dritten Viertel weiter ab. Toronto schaffte es erst in der Schlussphase, aufzuschließen. Leonard sorgte fünf Minuten vor dem Ende für die erste Führung (96:95) seit der Anfangsphase des Spiels. Das Duell war nun völlig offen, nach dem Dreier von Thompson zum 106:103 konnte Toronto nicht mehr antworten.
Durch den Sieg bekommen die Warriors ihr Abschiedsspiel in der Oracle Arena. Zur nächsten Saison kehrt der Klub in seine alte Heimat San Francisco zurück. Die Franchise spielt seit 1971 in Oakland. (sid)

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