Konkret hat Elia über mehrere Auktionen Stromerzeugungs- und andere Kapazitäten im Umfang von insgesamt 6,5 Gigawatt (GW) gesichert. Die Kosten belaufen sich auf rund 200 Millionen Euro. Für den Winter 2026/2027 waren es noch 125,4 Millionen Euro, für die Saison 2025/2026 rund 182,9 Millionen Euro.
Die Auktionen finden im Rahmen des sogenannten Kapazitätsvergütungsmechanismus (Capacity Remuneration Mechanism, CRM) statt. Mit diesem System unterstützt Belgien finanziell die Bereitstellung ausreichender Stromkapazitäten. Es wurde eingeführt, um nach dem teilweisen Atomausstieg die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Vergleich mit dem kommenden Winter nur bedingt aussagekräftig
Dass die Kosten gegenüber dem Winter 2026/2027 deutlich steigen, bedeutet laut Elia allerdings nicht automatisch, dass die Absicherung der Stromversorgung wesentlich teurer geworden ist.
Eine Sprecherin des Netzbetreibers bezeichnete die kommende Wintersaison als „recht außergewöhnlich“ und deshalb als wenig geeignete Vergleichsgrundlage.
Hintergrund ist, dass im Jahr 2022 zunächst keine Kapazitäten für die Lieferperiode 2026/2027 ausgewählt wurden. Damals herrschte wegen des Ukraine-Krieges und der noch offenen Frage einer Laufzeitverlängerung belgischer Atomreaktoren große Unsicherheit.
Ein erheblicher Teil der benötigten Kapazitäten wurde deshalb erst später gesichert. Zu diesem Zeitpunkt war die Verlängerung der Atomkraftwerkslaufzeiten bereits berücksichtigt, zudem herrschte bei den Auktionen besonders starker Wettbewerb. Das drückte die Kosten.
Aussagekräftiger sei daher der Vergleich mit dem Winter 2025/2026, für den rund 182,9 Millionen Euro aufgewendet wurden. „Die Preise für 2027/2028 liegen auf einem ähnlichen Niveau“, erklärte Elia. (belga/calü)

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