Der Druck auf den Mietmarkt ist in den vergangenen Monaten spürbar gewachsen - selbst wenn zuletzt eine leichte Stagnation erkennbar war. Doch da angesichts der mittlerweile bei rund vier Prozent fest zementierten Kreditzinsen immer mehr Menschen ihre Träume von den eigenen vier Wänden (ob Haus oder Wohnung), aufgeben müssen, dürften die Preise bald wieder anziehen, so die Prognose.
Denn… in Erwartung besserer (!) Zeiten suchen stattdessen offenkundig stets mehr Menschen eine räumlich passende, baulich angemessene und zeitlich längerfristige Bleibe zur Miete. Ein Ansinnen, das besonders junge Familien umtreibt, da in der Zwischenzeit das veranschlagte Budget für Kauf (oder gegebenenfalls Bau) eines Eigenheims infolge der stark veränderten Gegebenheiten am Finanz- und Kreditmarkt wie ein Kartenhaus zusammengefallen ist.
Wenngleich sie sich bei diesem Unterfangen gleich zwei Herausforderungen gegenübersehen - einerseits Erfolg (nicht selten verbunden mit Glück) bei der oft hartnäckigen Suche im gewünschten respektive geeigneten lokal-beruflichen Umfeld, andererseits eine Übereinkunft mit Blick auf einen weiterhin akzeptablen Preis. Ein beständig steigendes Interesse, das dieses Segment in Belgien zwangsläufig befeuert.
Frei nach dem Grundsatz, dass gerade auf dem extrem sensiblen Immobilienmarkt die Nachfrage umgehend Einfluss auf das Preisgefüge hat.
Und da steht die Provinz Lüttich weiterhin solide da - bei einem Richtwert von 848 € und, vielleicht wichtiger noch, einer Steigerung von gerade mal 0,8 Prozent. Und damit dem niedrigsten Zuwachs im gesamten Land.
Dagegen kannte überraschend eine Provinz als einzige einen akuten Preisverfall: Wallonisch-Brabant. Wenngleich auf hohem Niveau - denn bei einem Mietwert von 1218 € (und damit nach Brüssel der höchste in Belgien) gilt hier eines: Jammern auf hohem Niveau!
Beachtlich ist sicherlich die Steigerung in den Provinzen Luxemburg um 3,1 Prozent auf 910 € und Namur um 3,8 Prozent auf 895 €. Gegenüber den in Flandern aufgerufenen Preisen aber nach wie vor „erträglich“. Wobei Lüttich und Hennegau faktisch das gleiche Preisniveau aufweisen. Bei einem durchschnittlichen Anstieg um 1,7 Prozent zum Herbst vergangenen Jahres quer durch die Wallonie.
Zum Vergleich: 1212 € in Vlaams-Brabant, 1035 € in Antwerpen, 971 € in Limburg, 970 € in Ostflandern und 909 € in Westflandern. Und zwar allerorts in den zehn Provinzen für beide Wohntypen, sprich: Appartement (gängig mit zwei Zimmern) oder Haus.

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