„Kackspiel, aber drei Punkte“: Emmels schüttelt sein Zwischentief ab

<p>Auch dank der Vorlagen von Toman Vratnika (links) behielt Emmels die Punkte gegen Elsenborn zu Hause.</p>
Auch dank der Vorlagen von Toman Vratnika (links) behielt Emmels die Punkte gegen Elsenborn zu Hause. | Fotos: Dennis Janssens

„Das waren dringend notwendige Punkte. Die erste Halbzeit war mit Sicherheit nicht schön anzusehen, aber in der zweiten waren wir die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen“, pustete RUS-Trainer Zeco Bibuljica durch und fügte schmunzelnd an: „Kackspiel, aber Hauptsache drei Punkte.“

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Denn mit denen hält der Tabellensechste nicht nur seine Position dicht im Schatten der Endrundengruppe, sondern vor allem das untere Drittel auf Abstand. 13 Punkte beträgt das Polster auf Walhorn in der direkten Abstiegszone – angesichts der ständigen bangen Blicke der vergangenen Jahre eine wahre Wohltat zu diesem Zeitpunkt der Saison.

„Wir haben uns letzte Woche Dienstag beim Training zusammengesetzt und gesagt, dass wir nicht in Panik verfallen brauchen“, berichtete Zeco Bibuljica, dessen Emmelser zuvor mit schwachen Leistungen gegen Lontzen und in Eupen jeweils mit 1:4 untergegangen waren: „Wir sollen nicht auf die Tabelle schauen, sondern auf unsere größte Stärke: die mannschaftliche Geschlossenheit. Damit haben wir bisher alle unsere Punkte geholt. Und gegen Elsenborn hat die ganze Mannschaft gut verteidigt. Jeder hat seinen Job erledigt, gearbeitet, geackert und gekämpft.“

<p>Stefan Schmitz ging aus jedem Zweikampf als Sieger hervor.</p>
Stefan Schmitz ging aus jedem Zweikampf als Sieger hervor.

Dabei wusste Zeco Bibuljica auch, bei wem er sich neben den Torschützen Liam Reuter und Fabio Vanaschen besonders bedanken musste: Vor dem 2:0 verhinderte Adrien Henrard gegen Frank Scholl den Ausgleich – beim direkten Konter stand Fabio Vanaschen goldrichtig im Strafraum (63.). Bereits zehn Minuten vorher hatte Liam Reuter Emmels bei einer Ecke in Front geköpft, auch hier war der Assist bei einer Ecke auf Toman Vratnikas Konto gewandert.

„Mich regt vor allem auf, dass mit Thomas Levi, Raphaël Rauw und Geoffrey Kolek die ältesten Spieler am meisten gelaufen sind. Sie wollten es mehr als die Jungen, die meinen, es würde von alleine klappen“, beschwerte sich USFC-Coach Raphaël Lognoul, dessen Mannen keine Konstanz in Leistung und Ergebnisse kriegen: „Selbst die besten Trainings helfen nicht, wenn das Mentale nicht stimmt. Aber einige schauen eher auf die Fehler ihres Nebenmanns als auf die eigenen. Zudem fehlt uns ein Torjäger.“

<p>Geoffrey Koleks Elsenborner lassen Konstanz vermissen.</p>
Geoffrey Koleks Elsenborner lassen Konstanz vermissen.

Erst recht, da José Masset, der mit fünf Treffern beste Schütze, bereits beim Aufwärmen ein Zwicken fühlte und nach nur vier Minuten vom Platz musste. Später folgte ihm Thomas Levi ins Lazarett, Marius Dederichs, Yannick Dederichs, Noah Heinen fehlten ebenfalls verletzt, Torhüter Loris Langer sitzt eine Rotsperre ab und Killian Langer kann derzeit berufsbedingt nur einmal pro Woche trainieren. Immerhin stellen Jan Putters, Joey Lepaon und Mika Rauw langsam wieder Optionen dar.

„An den Torwächtern können sich andere ohnehin ein Beispiel nehmen: Loris, Noah Servais und Andy Mackels kämpfen wie die Wahnsinnigen um ihren Platz“, so Raphaël Lognoul, der sich mit seinem Emmelser Gegenüber bei der Spielanalyse auf einer ganz anderen Wellenlänge befand: Beide warfen dem Kontrahenten zu viele lange Bälle vor und rückten ihre eigene Spielweise nach vorne.

Insgesamt sorgte die Effektivität aber für den Unterschied – sowohl vorne als auch hinten. „Stefan Schmitz hat mit seinen 40 Jahren als Rechtsverteidiger jeden einzelnen Zweikampf für sich entschieden“, lobte Zeco Bibuljica seinen Rückkehrer: „Viel hat sich in der Mitte abgespielt, und da waren wir besser. Da haben wir das Derby angenommen. Es war die richtige Reaktion auf die vergangenen Wochen.“

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