Brüssel und Helsinki waren die beiden verbliebenen Bewerber. Beide Städte durften ihre Kandidatur am Donnerstag noch einmal vorstellen. Die belgische Delegation bestand aus sechs Personen, darunter Brüssels Bürgermeister Philippe Close, die beiden Vizepräsidenten von Belgian Athletics, Patrick Van Waes und Jessica Mayon, sowie die frühere Spitzensprinterin und heutige Memorial-Direktorin Kim Gevaert. Auch Bob Verbeeck und Ben Geyskens vom Veranstalter Golazo, der die Bewerbung unterstützte, waren nach Lausanne gereist.
Für Belgien wäre die EM 2030 ein besonderes Ereignis gewesen: Das Land feiert dann sein 200-jähriges Bestehen, das König-Baudouin-Stadion wird 100 Jahre alt und die bislang einzige Leichtathletik-EM auf belgischem Boden liegt genau 80 Jahre zurück. 1950 hatte Brüssel die Europameisterschaften ausgerichtet.
Im Rahmen der Bewerbung war auch eine mögliche Renovierung des König-Baudouin-Stadions vorgesehen. Auf dem Heysel-Gelände haben zudem bereits die Arbeiten an einem neuen Sportpark begonnen, der unter anderem eine 400-Meter-Leichtathletikbahn erhalten soll. Diese hätte bei der EM als Aufwärmanlage dienen können.
Helsinki richtet die EM zum vierten Mal ausHelsinki erhält dagegen zum vierten Mal den Zuschlag. Bereits 1971, 1994 und 2012 fanden die Europameisterschaften in der finnischen Hauptstadt statt. Keine andere Stadt war damit häufiger Gastgeber. Die nächsten Europameisterschaften werden 2028 im polnischen Chorzów ausgetragen. In diesem Jahr fand die EM im englischen Birmingham statt. (mn/belga)

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