Im Mittelpunkt des Manövers steht die Überprüfung und Zertifizierung der Gefechtsbereitschaft belgischer Einheiten. Während die Ardennenjäger im Gelände auf ihre Einsatzfähigkeit geprüft werden, absolviert das Bataillon 1er/3er Lanzer eine Stabsrahmenübung. Zugleich bereitet sich die 7. Brigade auf die Modernisierung der Landstreitkräfte ab 2027 vor. Dann sollen u.a. neue Griffon-Fahrzeuge die bisherigen Piranha IIIC ersetzen. Trainiert werden unter anderem Wald- und Häuserkampf, Grabenkämpfe sowie die Versorgung verwundeter Soldaten. Eine wichtige Rolle spielen Drohnen und elektronische Kriegsführung.

Für Frank zeigt das Manöver, dass die belgische Armee Konsequenzen aus dem Krieg in der Ukraine zieht. „Es ist ermutigend, zu sehen, dass unsere Armee die neuen Kampftechnologien nutzt, wenn auch mit Verspätung.“ Noch vor einem Jahr hätten ukrainische Drohnenteams bei einer Nato-Übung in Estland die beteiligten Streitkräfte bei einem simulierten Angriff vernichtend geschlagen. Inzwischen seien Fortschritte erkennbar. Neben moderner Technik brauche die Armee jedoch auch kreative Lösungen und qualifiziertes Personal, insbesondere IT-Fachkräfte und Techniker. Einen direkten Bezug zu Ostbelgien habe die Übung ebenfalls: In den beteiligten Verbänden, darunter die Ardennenjäger aus Marche-en-Famenne und das Bataillon 12./13. de Ligne aus Spa, dienen zahlreiche deutschsprachige Soldaten.
Frank unterstrich dabei die Bedeutung gemeinsamer Verteidigungsbereitschaft innerhalb der Nato. „Das, was unsere Jungs hier machen, ist Abschreckung. Abschreckung heißt, dem potenziellen Feind klarzumachen, dass er mehr zu verlieren hat, wenn er angreift, als er zu gewinnen hat“, erklärte der CSP-Politiker. (red/nico)

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