Wärmepumpen in Belgien auf dem Vormarsch: Gas- und Ölheizungen verlieren deutlich

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Wärmepumpen sind in einem Heizungsraum zu sehen. | Foto: picture alliance/dpa

Die Wärmepumpe ist in Belgien längst keine Randerscheinung mehr. Immer häufiger entscheiden sich Hausbesitzer beim Neubau oder bei der Modernisierung ihrer Heizung für diese Technologie. Während Wärmepumpen kräftig zulegen, verlieren klassische Heizkessel für Gas und Heizöl zunehmend an Boden. Das geht aus aktuellen Zahlen des Branchenverbands für Klimatechnologien, Climafed, hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurden. Demnach ist mittlerweile mehr als jedes fünfte neu verkaufte Heizgerät in Belgien eine Wärmepumpe. Ihr Marktanteil liegt bei 21,6 Prozent. Im Jahr 2025 war es noch ungefähr jedes siebte Gerät.

Fast 30 Prozent mehr Wärmepumpen verkauft

Die Entwicklung spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen wider. Zwischen Januar und September 2026 wurden in Belgien insgesamt 32.298 Wärmepumpen verkauft. Das entspricht einem Anstieg um 29,3 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Während die Nachfrage nach Wärmepumpen steigt, zeigt sich bei traditionellen Heizsystemen die entgegengesetzte Entwicklung. Der Absatz von Gas- und Ölheizkesseln ging um 22,2 Prozent zurück.

Luft-Wasser-Wärmepumpen besonders gefragt

Besonders beliebt sind derzeit Luft-Wasser-Wärmepumpen. Diese Systeme nutzen die Wärme aus der Außenluft, um Wasser für die Heizung und gegebenenfalls die Warmwasserversorgung zu erwärmen. Climafed rechnet damit, dass sich die Verkaufszahlen dieser Geräte im Jahr 2026 gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppeln könnten. Aber auch andere Technologien entwickeln sich positiv. So verzeichnen Split-Systeme und Wasser-Wasser-Wärmepumpen ebenfalls steigende Verkaufszahlen.

<p>Wärmepumpen nutzen die Umgebung, um Energie zu gewinnen: Sie entziehen der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme.</p>
Wärmepumpen nutzen die Umgebung, um Energie zu gewinnen: Sie entziehen der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme. | Grafik: dpa

Auch bei Renovierungen eine Option

Der Branchenverband betont, dass Wärmepumpen keineswegs ausschließlich für Neubauten geeignet seien. Auch bei der Renovierung bestehender Gebäude könnten sie eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen darstellen. In manchen Fällen sei der Einbau sogar möglich, ohne größere Veränderungen an der vorhandenen Heizungsinstallation vorzunehmen.

Ob eine Wärmepumpe im konkreten Fall wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, hängt allerdings unter anderem vom energetischen Zustand des Gebäudes und der bestehenden Heizungsanlage ab. (belga/calü)

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