Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe von „Meet Us – Marketing Exchange & Talk“ standen die Möglichkeiten des digitalen Marketings und der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im Unternehmensalltag. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Vereinigung United Business Luxembourg (UBL).
Die Gespräche fanden auf Deutsch, Französisch und Luxemburgisch statt und spiegelten damit den grenzüberschreitenden Charakter der Veranstaltung wider. Ziel war es, Erfahrungen aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen auszutauschen und Kontakte zwischen Unternehmen aus der Dreiländerregion zu fördern.
In einer ersten Diskussionsrunde beschäftigten sich vier Vertreter verschiedener Unternehmen mit den Herausforderungen des modernen Marketings. Véronique Schmitt vom luxemburgischen Handelsunternehmen Cactus erläuterte die Bedeutung der Kundenbindung und das Zusammenspiel zwischen stationärem Handel und digitalen Angeboten. Thomas Arens vom Industrieunternehmen Fanuc ging darauf ein, wie sich digitale Kundenkontakte in langfristige Geschäftsbeziehungen umwandeln lassen und welche Rolle dabei die Zusammenarbeit zwischen Marketing und Vertrieb spielt.
Stephan Offermann vom Unternehmen NMC aus Eynatten beleuchtete die Unterschiede zwischen dem Marketing für Geschäftskunden und dem für private Verbraucher. Dabei standen insbesondere die Nutzung von Daten, die Gestaltung von Inhalten und die Erfolgskontrolle im Vordergrund. Anne Faymonville vom gleichnamigen Fahrzeugbauunternehmen in Büllingen beschäftigte sich mit der Frage, wie international tätige Betriebe unterschiedliche Zielgruppen ansprechen können, ohne ihre eigene Unternehmensidentität zu verlieren. Einigkeit bestand unter den Diskussionsteilnehmern darüber, dass erfolgreiche Marketingstrategien auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten und regelmäßig überprüft werden müssen.

Eine zweite Gesprächsrunde widmete sich der künstlichen Intelligenz. Dr. Daniel Sonnet vom KI-Syndikat und Sacha Munaut von der Agence Sola diskutierten über konkrete Anwendungsmöglichkeiten in betrieblichen Arbeitsabläufen. Dabei ging es sowohl um den praktischen Nutzen der Technologie als auch um ihre Grenzen. Angesichts der rasanten Entwicklung sei es für Unternehmen wichtig, sich kontinuierlich mit neuen Möglichkeiten auseinanderzusetzen und deren tatsächlichen Mehrwert zu prüfen.
Im Anschluss an die Diskussionsrunden und Fragen aus dem Publikum stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Beim sogenannten Speeddating wechselten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleinen Gruppen zwischen verschiedenen Thementischen. Dort stellten Unternehmen ihre Erfahrungen und Strategien aus den Bereichen digitales Marketing und künstliche Intelligenz vor. Die Gespräche wurden anschließend bei einem gemeinsamen Walking Dinner fortgesetzt.
Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz. „Der Mensch stand auch an diesem Abend wieder im Vordergrund. Genau das ist der Unterschied, den United Business macht. Der Erfahrungsaustausch unter Unternehmern auf Augenhöhe ist unbezahlbar, und die Gäste haben die Gelegenheit dazu ausgiebig genutzt“, erklärte UBL-Präsidentin Kathleen Gross. Die in Wemperhardt ansässige Vereinigung United Business Luxembourg organisiert regelmäßig Themenabende und Netzwerktreffen, um die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen im Norden Luxemburgs und den angrenzenden Regionen zu fördern. Die Veranstaltungen stehen auch Nichtmitgliedern offen. Weitere Termine werden auf www.united-business.lu veröffentlicht. (red/jj)

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