Anlass sind die Notlandung einer luxemburgischen Militärdrohne bei Büllingen am 12. Oktober sowie die Auswirkungen des Drohnentestgebiets auf geplante Windkraftanlagen in der Eifel. Die Drohne war aufgrund eines technischen Defekts notgelandet und dabei erheblich beschädigt worden.
Gleichzeitig muss der Standort des geplanten Windparks Wolfsbusch in der Gemeinde Amel wegen der militärischen Nutzung neu geplant werden. Zudem bestehen Einschränkungen bei der Erneuerung bereits bestehender Windparks. „Wir brauchen in Belgien eine klare Strategie zum Schutz vor Drohnen. Aber man kann dem nicht alles unterordnen“, erklärt der Regionalabgeordnete in einer Pressemitteilung. Die Bevölkerung und die betroffenen Gemeinden müssten darüber informiert werden, welche Aktivitäten geplant seien, welche Risiken bestünden und welche Einschränkungen daraus entstünden.
Kritik übt Ecolo auch an der wallonischen Strategie zur Förderung einer Anti-Drohnen-Industrie. Das Parlament hatte dazu am 25. März eine Resolution verabschiedet, bei der sich die Grünen enthielten. Wirtschaftsminister Pierre-Yves Jeholet bestätigte auf Nachfrage Mockels, dass bei der Förderung nicht zwischen defensiven und offensiven Technologien unterschieden werde. Zudem könnten die Entwicklungen auch für den internationalen Export bestimmt sein.
Ecolo verlangt deshalb klare Angaben zur Ausdehnung und Nutzung des militärischen Testgebiets, eine Bewertung der Sicherheitsrisiken sowie eine frühzeitige Abstimmung mit den Gemeinden. Auch die Folgen für künftige Windkraftprojekte müssten offengelegt werden. „Sicherheit braucht Vertrauen. Und Vertrauen setzt Transparenz voraus“, betont Freddy Mockel. (red/jj)

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