Vor allem bei Einfamilienhäusern hielten sich die Käufer zurück. Ihre Verkaufszahlen gingen im Vergleich zum dritten Quartal 2025 um 2,8 Prozent zurück. Bei Wohnungen blieb der Markt dagegen mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent nahezu stabil.
Wallonie verzeichnet stärksten Rückgang
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Am stärksten ging die Zahl der Immobilienverkäufe in der Wallonie zurück, wo ein Minus von 5,1 Prozent verzeichnet wurde.
In Flandern fiel der Rückgang mit 1,1 Prozent deutlich geringer aus. In Brüssel blieb die Zahl der Verkäufe mit minus 0,1 Prozent praktisch unverändert.
Als einen der wichtigsten Gründe für die Entwicklung nennt der Notarverband die gestiegenen Kreditzinsen. Wer ein Haus oder eine Wohnung finanzieren möchte, muss inzwischen mehr Geld für seinen Immobilienkredit aufbringen. „Kredite sind in den vergangenen Monaten teurer geworden. Das hat zu einer leichten Verlangsamung unseres Immobilienmarktes geführt“, erklärte Fednot-Sprecher Renaud Grégoire.
Auch in den kommenden Monaten dürften die Zinsen eine entscheidende Rolle spielen. Hinzu kämen die allgemeine Wirtschaftslage und die aktuellen Haushaltsprobleme, die potenzielle Investoren vorsichtiger werden ließen, so Grégoire.
Häuser kosten im Schnitt mehr als 360.000 Euro
Trotz der rückläufigen Verkaufszahlen steigen die Immobilienpreise weiter. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 lag der durchschnittliche Kaufpreis eines Hauses in Belgien bei 360.613 Euro. Das entspricht einem Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2025. Auch Eigentumswohnungen verteuerten sich. Ihr Durchschnittspreis stieg um zwei Prozent auf 287.616 Euro. (belga/calü)

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