Polizist stirbt bei Einsatz in Jette – Weiterer Toter nach Schießerei in Ixelles

<p>Polizeieinsatz in der Rue Honoré Longtin in Jette: In der Nacht zum Dienstag kam hier ein Beamter bei einem Einsatz ums Leben.</p>
Polizeieinsatz in der Rue Honoré Longtin in Jette: In der Nacht zum Dienstag kam hier ein Beamter bei einem Einsatz ums Leben. | Foto: belga

Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag bestätigte, begaben sich in beiden Fällen ein Untersuchungsrichter und Vertreter der Staatsanwaltschaft an die jeweiligen Tatorte. Die genauen Umstände sind weiterhin unklar. Für 14.30 Uhr hat die Justiz eine Pressekonferenz im Portalis-Gebäude in Brüssel angekündigt, bei der weitere Einzelheiten zu den beiden Todesfällen bekannt gegeben werden sollen.

Bei dem in Jette verstorbenen Beamten handelt es sich um ein Mitglied der Anti-Aggressions-Brigade (BAA) der Polizeizone Brüssel-Hauptstadt/Ixelles. Diese Einheit kommt unter anderem bei besonders risikoreichen Einsätzen zum Einsatz.

Die Polizeizone reagierte mit großer Bestürzung auf den Tod ihres Kollegen. „Unsere Polizeizone trauert“, teilte sie am Dienstag mit. Die gesamte Polizeimannschaft stehe in diesen schmerzhaften Stunden geschlossen zusammen.

Brüssels Bürgermeister Philippe Close (PS) begab sich noch in der Nacht gemeinsam mit Polizeichef Michel Goovaerts zum Einsatzort in Jette. Dort trafen sie auf den Brüsseler Staatsanwalt Julien Moinil und die Ermittler.

„Der Polizeiberuf ist schwierig. Das wissen wir. Aber manche sind sich nicht immer bewusst, welchen Risiken sich diese Frauen und Männer jeden Tag aussetzen, um andere zu schützen“, erklärte Close. Sie übernähmen eine enorme Verantwortung – manchmal unter Einsatz ihres eigenen Lebens.

Der Bürgermeister sprach der Familie, den Angehörigen und den Kollegen des Verstorbenen sein Beileid aus. „Vergessen wir niemals, dass diese Bediensteten jeden Tag für unsere Sicherheit sorgen“, betonte er.

De Wever und weitere Regierungsvertreter reagieren bestürzt

Auch Premierminister Bart De Wever (N-VA) äußerte sich am Dienstagmorgen zum Tod des Polizisten. „Ein Polizist hat in der vergangenen Nacht in Brüssel bei der Ausübung seines Dienstes sein Leben verloren. Ich spreche seiner Familie, seinen Angehörigen und der gesamten Polizeizone Brüssel-Hauptstadt/Ixelles mein aufrichtiges Beileid aus“, schrieb er auf X.

Zugleich würdigte der Premierminister den Einsatz der Polizeikräfte: „Wir können den Frauen und Männern, die jeden Tag mit größtem Mut und manchmal sogar unter Einsatz ihres Lebens für unser aller Sicherheit arbeiten, gar nicht genug danken.“

Innenminister Bernard Quintin (MR) erklärte, er sei von den Ereignissen tief erschüttert. „Die Staatsanwaltschaft ermittelt, um die genauen Umstände dieser Tragödie vollständig aufzuklären. Der oder die Täter werden die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen“, schrieb Quintin auf X.

Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) zeigte sich ebenfalls betroffen. „Hinter jeder Uniform steht ein Mensch. Jemand, der zu Hause erwartet wird. Familie und Freunde“, erklärte er und sprach den Angehörigen und Kollegen sein Mitgefühl aus.

Auch der Brüsseler Ministerpräsident Boris Dilliès (MR) bekundete seine Anteilnahme. Seine Gedanken seien „in tiefer Trauer bei der Familie, den Angehörigen und den Kollegen“ des im Einsatz verstorbenen Polizisten. „Wir schulden ihnen Respekt, Unterstützung und Anerkennung. Wir stehen an ihrer Seite“, betonte Dilliès. (belga/calü)

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