VRT fährt Programm wegen Streiks massiv zurück – RTBF sendet weitgehend normal

<p>VRT fährt Programm wegen Streiks massiv zurück – RTBF sendet weitgehend normal</p>
Foto: belga

Die flämische Gewerkschaft ACOD, das Pendant zur sozialistischen CGSP, rechnet mit erheblichen Einschränkungen. „Nur einige wenige Nachrichtensendungen können mit einer Mindestbesetzung ausgestrahlt werden“, erklärte sie am Donnerstag. Die VRT bestätigte, dass zahlreiche reguläre Sendungen am Montag ausfallen oder verschoben werden.

Viel Musik im Radio, Wiederholungen im Fernsehen

Auf den flämischen Radiosendern wird überwiegend Musik zu hören sein. Lediglich einzelne Informationssendungen bleiben erhalten. So läuft das Morgenmagazin „De Ochtend“ auf Radio 1 in verkürzter Form von 7 bis 9 Uhr. Stündliche Nachrichten sind weiterhin vorgesehen, regionale Nachrichtensendungen entfallen jedoch.

Auch im Fernsehen wird das Streikprogramm deutlich sichtbar. Auf VRT 1 und VRT Canvas stehen vor allem Archivsendungen, verkürzte Nachrichtenausgaben und am Abend die Informationssendung „Terzake“ auf dem Programm. Der Kindersender Ketnet greift ebenfalls auf vorab zusammengestellte Inhalte zurück.

Mehrere beliebte Formate, darunter „Dagelijkse Kost“, „Blokken“ und die Serie „Thuis“, werden verschoben. Die ausgefallenen Folgen sollen später durch Doppelausgaben nachgeholt werden. Andere Sendungen rücken um eine Woche nach hinten, während „De Ideale Wereld“ am Montag vollständig entfällt.

Die VRT will den ganzen Tag über mit Einblendungen, Audiobotschaften und digitalen Hinweisen auf die Hintergründe des Streiks aufmerksam machen.

RTBF erwartet nur geringe Einschränkungen

Deutlich weniger Auswirkungen dürfte der Arbeitskampf beim frankofonen öffentlich-rechtlichen Rundfunk RTBF haben. Dort haben die Gewerkschaften CGSP und CSC ebenfalls eine Streikankündigung eingereicht.

Nach Angaben des Senders soll das reguläre Programm jedoch weitgehend aufrechterhalten werden. Lediglich die Sendung „On n’est pas des pigeons“ wird auf La Une durch eine Zusammenstellung früherer Höhepunkte ersetzt.

„Wir setzen alles daran, die Kontinuität der Programme zu gewährleisten und eine möglichst reibungslose Ausstrahlung sicherzustellen“, erklärte RTBF-Sprecherin Isabelle Bastaits. Auch CGSP-Vertreter Bernard Gabus geht lediglich von geringfügigen Störungen aus. (belga/calü)

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