Neues Gaskraftwerk in Seraing: Inbetriebnahme erneut verschoben

<p>Das neue Gaskraftwerk von Luminus in Seraing lässt weiter auf sich warten.</p>
Das neue Gaskraftwerk von Luminus in Seraing lässt weiter auf sich warten. | Foto: belga

Ursprünglich sollte das Kraftwerk bereits im November 2025 einsatzbereit sein. „Bei großen Industrieprojekten kann es während der Umsetzung zu unvorhergesehenen Umständen kommen“, erklärt Luminus. Das Projekt habe sich verzögert. Man verfolge deshalb den Fortschritt und die ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten durch den Auftragnehmer genau.

Das Kraftwerk in Seraing ist eines von zwei neuen Gaskraftwerken, die ursprünglich im Zuge des geplanten belgischen Atomausstiegs errichtet wurden. Neben Luminus in Seraing baute Engie eine Anlage im nahe gelegenen Flémalle. Beide Kraftwerke sollten eigentlich ab November 2025 zur Verfügung stehen und damit zur Sicherung der Stromversorgung im Winter 2025/2026 beitragen.

Inzwischen haben sich die energiepolitischen Rahmenbedingungen allerdings verändert. Die Laufzeit der beiden Atomreaktoren Doel 4 und Tihange 3 wurde um zehn Jahre verlängert. Das neue Gaskraftwerk von Engie in Flémalle ist unterdessen bereits vollständig in Betrieb.

Nach Angaben des Stromnetzbetreibers Elia hat die erneute Verzögerung in Seraing derzeit keine grundlegenden Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit im kommenden Winter. Das Unternehmen spricht von einer vergleichsweise geringen Verzögerung gegenüber dem bisherigen Zeitplan.

Elia werde die Entwicklung weiterhin genau beobachten und mögliche neue Erkenntnisse in seine Bewertungen zur Versorgungssicherheit einfließen lassen, hieß es. (belga/calü)

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