Auf Sardinien entwickeln sich damit zwei Duelle gleichzeitig: der Kampf um den Rallyesieg und die Entscheidung um die Weltmeisterschaft. Für Fourmaux ist es die letzte Gelegenheit, mit einem Rally1-Auto seinen ersten WM-Lauf zu gewinnen. Der Franzose fuhr am Freitagmorgen auf der ersten Prüfung die Bestzeit und übernahm die Führung.
Neuville schlug auf der folgenden Wertungsprüfung zurück und erzielte seinerseits die Bestzeit. Auf der dritten Prüfung des Tages verlor der Ostbelgier allerdings etwas Zeit im Staub von Takamoto Katsuta. Der Toyota-Pilot hatte zuvor anhalten müssen, um einen Reifenschaden zu beheben. „Schade um den Zeitverlust, aber es ist okay. Es rutscht ein wenig, aber wir versuchen, sauber zu fahren“, erklärte Neuville, dessen eigene Zukunft offen zu sein scheint.
Im Kampf um die Weltmeisterschaft geht Solberg volles Risiko. Selbst ein schleichender Plattfuß auf der ersten Prüfung des Tages konnte den Schweden nicht entscheidend bremsen. Besonders auf der dritten Prüfung am Freitagmorgen setzte er ein Ausrufezeichen: Solberg war 16,5 Sekunden schneller als WM-Spitzenreiter Elfyn Evans und nahm Sami Pajari 7,9 Sekunden ab.
„Nach dem Reifenschaden heute Morgen versuche ich, so normal wie möglich zu fahren“, sagte Solberg nach WP4. Pajari liegt als Vierter lediglich 2,6 Sekunden hinter seinem Teamkollegen. „Die Strecke ist tückisch und mit einer feinen Staubschicht bedeckt, die überhaupt keinen Grip bietet. Ich bin schneller als Elfyn, aber ich fürchte, das reicht nicht.“
Evans verlor vor allem auf der letzten Prüfung des Vormittags viel Zeit und fiel auf Rang sechs zurück. Sein Rückstand auf Solberg beträgt bereits 16,8 Sekunden. „Ich bin etwas überrascht über den Zeitverlust, denn es hat sich gar nicht so schlecht angefühlt“, erklärte der Waliser im Ziel.
Am Freitagnachmittag wird die gleiche Schleife mit drei Wertungsprüfungen ein zweites Mal gefahren. (mn)

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