Notlandung in Saudi-Arabien: Prévot reagiert auf Flydubai-Zwischenfall

<p>Passagiere verlassen das Ankunftsterminal für Inlandsflüge, nachdem sie mit einem Rückführungsflug der Fluggesellschaft Flydubai auf dem Ben-Gurion-Flughafen gelandet sind.</p>
Passagiere verlassen das Ankunftsterminal für Inlandsflüge, nachdem sie mit einem Rückführungsflug der Fluggesellschaft Flydubai auf dem Ben-Gurion-Flughafen gelandet sind. | Foto: Gil Cohen-Magen/dpa

Der indische Pilot der Flydubai-Maschine von Dubai nach Tel Aviv wurde am Mittwoch unter bislang ungeklärten Umständen von seinem Co-Piloten angegriffen. Das Flugzeug musste daraufhin in der saudi-arabischen Stadt Tabuk notlanden.

Alle 174 Passagiere, bei denen es sich überwiegend um Israelis handelte, blieben unverletzt. Sie konnten ihre Reise mit einem anderen Flugzeug fortsetzen, das anschließend in Israel landete. Der verletzte Pilot wurde in Saudi-Arabien in ein Krankenhaus gebracht.

„Ich bin erleichtert zu erfahren, dass die Passagiere nach diesem schrecklichen Zwischenfall wohlauf sind“, erklärte Prévot und würdigte zugleich den Mut des Piloten. „Die Berichte über einen möglichen Terroranschlag sind zutiefst beunruhigend. Ich verurteile unmissverständlich jede Gewalttat gegen Zivilisten“, fügte der belgische Außenminister hinzu.

Während die emiratische Fluggesellschaft dazu aufrief, „von voreiligen Spekulationen abzusehen“, bezeichneten die israelischen Behörden den Vorfall als „versuchten dschihadistischen Terroranschlag“. Dieser habe sich nach israelischer Darstellung unter anderem gegen die Vereinigten Arabischen Emirate und die Abraham-Abkommen gerichtet, die 2020 zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und den Emiraten geführt hatten.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte zugleich, es sei „zu früh“, um zu sagen, wer hinter dem Angriff stecke.

Saudi-Arabien bestätigte die israelischen Angaben nicht.

US-Präsident Donald Trump erklärte vor Journalisten, er habe am Mittwoch mit Netanjahu gesprochen. Zur Art des Vorfalls äußerte er sich zurückhaltend und sagte, der Kopilot sei „vielleicht ein Terrorist oder ein Verrückter“ gewesen. (belga/rt)

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