Einsätze im Eupener Land: Streitigkeiten, Verletzte und Kirmes-Zwischenfälle

<p>Einsätze im Eupener Land: Streitigkeiten, Verletzte und Kirmes-Zwischenfälle</p>
Foto: GrenzEcho

Der erste Kirmeseinsatz erfolgte in der Nacht zum Samstag gegen 2.36 Uhr. Der Polizei war gemeldet worden, dass Jugendliche Verkehrsschilder entwendet hatten. Die Beamten trafen die Gruppe in der Judenstraße an. Die Schilder wurden sichergestellt und anschließend wieder an ihren ursprünglichen Standort gebracht.

Am Samstagabend wurde gegen 20.45 Uhr ein Mädchen auf der Autoscooter-Anlage verletzt. Es befand sich gemeinsam mit einer Freundin auf dem Fahrgeschäft, als ihr Fahrzeug von einem anderen Autoscooter gerammt wurde. Anschließend klagte das Mädchen über Nacken- und Kopfschmerzen. Ein Rettungswagen brachte es zur weiteren Behandlung ins Eupener Krankenhaus.

Nur gut 20 Minuten später wurde die Polizei erneut zur Kirmes gerufen. Ein Jugendlicher gab an, von einem anderen Jugendlichen geschlagen worden zu sein. Er begab sich selbstständig zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus. Die Polizei erstellte ein Protokoll wegen des Verdachts der Körperverletzung.

Auch abseits der Kirmes kam es zu mehreren Auseinandersetzungen. Bereits am Freitag hatte ein Jugendlicher im Eupener Polizeikommissariat angegeben, auf dem Schulhof seiner Sekundarschule von Mitschülern geschlagen worden zu sein. Er wies leichte Verletzungen im Gesicht auf. Auch in diesem Fall wurde ein Protokoll wegen Körperverletzung aufgenommen.

Am Samstagnachmittag rückte die Polizei zum Schilsweg in Eupen aus. Dort hatte sich ein Mann mit einer Frau in deren Wohnung getroffen. Als der ehemalige Lebensgefährte der Frau auftauchte und wiederholt klingelte, entwickelte sich schließlich eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern. Nach Angaben der Polizei schlug der Ex-Partner dem anderen Mann zweimal mit der flachen Hand ins Gesicht.

Unübersichtlich war die Situation am späten Samstagabend in der Poststraße in Kelmis. Dort wurde gegen 22.52 Uhr zunächst gemeldet, dass ein Mann von zwei Männern zusammengeschlagen worden sei, die zuvor aus einem weißen Lieferwagen ausgestiegen sein sollen. Die Polizei traf den Mann mit Verletzungen am Kopf an. Er stand unter Alkoholeinfluss, bestritt gegenüber den Beamten jedoch, geschlagen worden zu sein. Auch Personen aus umliegenden Gebäuden hatten nach eigenen Angaben nichts gehört, was auf eine Schlägerei hingedeutet hätte. Die Polizei schließt deshalb auch einen Sturz als Ursache der Verletzungen nicht aus. Die genauen Umstände werden weiter untersucht.

Nur wenige Stunden später kam es am Schnellenberg in Kelmis zu einer weiteren Auseinandersetzung. Eine Frau wollte dort gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten persönliche Gegenstände aus der Wohnung eines anderen Mannes holen, mit dem es bereits zuvor Probleme gegeben hatte.

Als der Bewohner die Tür öffnete, soll die Frau auf ihn eingeschlagen haben. Nachdem die Tür wieder geschlossen worden war und sich die Frau mit dem Bewohner in der Wohnung befand, kam es dort zu einer lautstarken Auseinandersetzung. Ihr Lebensgefährte versuchte daraufhin, die Eingangstür von außen aufzutreten, und beschädigte sie dabei.

Insgesamt wurden bei dem Vorfall drei Personen verletzt. Die Frau und ihr Lebensgefährte erklärten allerdings, dass ihre Verletzungen nicht vom Bewohner verursacht worden seien. Die Frau stand laut Polizei sichtbar unter Alkoholeinfluss. Die Beamten nahmen die entsprechenden Protokolle auf.

In der Nacht zum Montag folgte ein weiterer Einsatz in der Stiefelstraße in Kelmis. Aus einer Wohnung war gegen 1.13 Uhr ein lautstarker Streit gemeldet worden. Der Bewohner stand nach Angaben der Polizei offensichtlich unter Drogeneinfluss und erklärte, er habe sich lautstark mit seinem schwerhörigen Großvater gestritten. Die Beamten trafen auch den Großvater an. Ihm ging es laut Polizeibericht gut.

Hinzu kamen am Wochenende zahlreiche Beschwerden wegen Ruhestörungen. Nach Angaben der Polizeizone fiel die Zahl der entsprechenden Einsätze ungewöhnlich hoch aus. Gemeldet wurden unter anderem zu laute private Feiern und Musik zu später Stunde. (red/calü)

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