Ein Fest im Zeichen der Weiblichkeit: Ladyverse feiert gelungene Premiere

<p>Mit Tee und kleinen Ritualen will Camilla Agusti Cordano (links) bewusste Momente im Alltag ermöglichen.</p>
Mit Tee und kleinen Ritualen will Camilla Agusti Cordano (links) bewusste Momente im Alltag ermöglichen. | Fotos: Mirsamir Salahov

Die Besucher schlendern durch die Gänge der mit 34 Ausstellern bestückten Eventlocation. Während die einen sich zu ihrem Hauttyp beraten lassen oder sich über Entspannungstechniken informieren, stöbern die anderen an den Ständen nach ihrem neuen Lieblingsstück – sei es in Form eines Schuhpaars, einer Tasche oder eines Schmuckstücks. Wiederum andere verfolgen aufmerksam das Rahmenprogramm auf der Bühne. Eines haben sie gemeinsam: Sie feiern die Weiblichkeit, ohne dabei in übertriebene Klischees zu verfallen.

Zahlreiche Stände

laden vor Ort zum Mitmachen ein.

„Es gefällt mir hier sehr gut“, verrät Besucherin Marion Simons mit einem breiten Lächeln auf den Lippen, während sie die Stände unter die Lupe nimmt. „Die verschiedenen Workshops sind wirklich ansprechend“, ergänzt ihre Begleiterin. Beide hat es spontan zur Erlebnismesse gezogen, nachdem sie in den vergangenen Wochen immer wieder Werbung für sie gesehen haben. Effektiv können die Besucher nicht nur zuschauen, sondern sich auch selbst kreativ ausleben – sei es beim Cake-Decorating-Atelier von „Backfuchs Jasmin“, beim Binden eines prächtigen Blumenstraußes bei „Madame Fleur“ oder auch beim Abschalten während einer Tee- und Klangschalenzeremonie von „Wayu“.

<p>Entdecken, ausprobieren und ins Gespräch kommen: Rund 1.100 Besucher zog die erste Auflage der Ladyverse in die Eastbelgica Eventlocation in Eupen.</p>
Entdecken, ausprobieren und ins Gespräch kommen: Rund 1.100 Besucher zog die erste Auflage der Ladyverse in die Eastbelgica Eventlocation in Eupen.

Bei letzterem handelt es sich um einen Webshop aus Aachen, der Ritualteemischungen und -zubehör anbietet, „um Anker im Alltag zu schaffen“, erklärt Camilla Agusti Cordano, die das Geschäft gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten gegründet hat. Dabei gehe es nicht um etwas Esoterisches, sondern um Achtsamkeit und darum, den häufig hektischen Alltag zu entschleunigen. „Ich finde, man braucht so einen Ort für das Zusammenkommen und zum Entdecken verschiedener kleiner Unternehmen aus der Region“, so die Gründerin über die Ladyverse. Besonders schön sei es, zu sehen, wie offen die Leute für solche neuen Erfahrungen seien.

Der Platz vor der Bühne füllt sich während der Ladyverse Fashion Show, einer Modenschau, die von Alltagskleidung über Brautmode bis hin zu Kinderklamotten etwas für jeden Geschmack dabei hat. Für Nicht-Modefans hat das Rahmenprogramm aber noch einiges mehr zu bieten – von Tanzeinlagen über Impuls- und Erlebnisvorträge bis hin zu klassischer Musik.

<p>Entdecken und Erleben stehen im Mittelpunkt.</p>
Entdecken und Erleben stehen im Mittelpunkt.

Alice Vanloffelt, die in Kelmis einen eigenen Beauty-Salon betreibt, hebt auch das Networking untereinander hervor. „Ich finde es super, dass so etwas organisiert wird“, lautet ihr Gesamtfazit am Abend. Damit Frau ganz ungestört stöbern kann, sorgen der „Männerparkplatz“ von „E-Sports East Belgium“, der unter anderem mit Retro-Konsolen, Sim-Racing und XXL-Jenga lockt, sowie eine Hüpfburg dafür, dass auch die Männer und Kinder auf ihre Kosten kommen. Für eine Stärkung zwischendurch sorgen derweil Burger, Sushi und Pinsas.

Gegenüber vom Männerparkplatz präsentiert „Maison Huby“ vom Ketteniser Dirk Huby eine breite Variation an Dekoration für innen und außen. Aktuell betreibt Huby ein Geschäft in der Eschweiler Innenstadt, ein zweites sollte Anfang November in Eupen eröffnen. Deswegen wollte der Geschäftsmann seine Waren auf der Ladyverse bewerben. Doch die Enttäuschung war groß, als kurz vor Messebeginn seitens des Vermieters eine Absage per SMS kam. „Wir suchen dringend einen Laden in Eupen“, so Huby. Trotz des Rückschlags ist der Dekorateur froh, auf der Messe vertreten zu sein, nicht zuletzt, um weitere Kontakte zu knüpfen.

<p>Dirk Huby</p>
Dirk Huby

„Positiv überrascht“ von der Messe ist Aussteller Rolf Schwall von Verosion. Das Interesse der Besucher an seinen konservierten Echt-Moos-Bildern und -Wänden ist so groß, dass Schwall zwischenzeitlich sogar Nachschub an Visitenkarten besorgen muss. Dabei sind die Mooswände nicht nur echte Hingucker, sondern verbessern zugleich die Luftqualität des Raums und dienen als natürlicher Schallschutz. Während Schwall über seine Mooswände informiert, lassen sich nicht weit entfernt Besucher die Zähne bei „Liz Gems“ mit Schmucksteinen zum Leuchten bringen. Einen Gang weiter entstehen derweil bei „Allerlei“ handgestrickte Schals und Socken. Das Publikum ist dabei so abwechslungsreich wie die Aussteller selbst. Sowohl Jugendliche als auch etwas betagtere Menschen scheinen Gefallen an der Ladyverse gefunden zu haben.

<p>Rolf Schwall</p>
Rolf Schwall

„Das schreit nach einer Wiederholung.“

Auch den Organisatoren ist die Erleichterung anzusehen. „Wir sind schon sehr zufrieden. Für die erste Auflage lief alles schon wirklich gut“, erklärt Raza Tafilaj, GrenzEcho-Redakteurin und Mitglied des Organisationsteams des Ladyverse. „Die Organisation war mit sehr viel Arbeit verbunden, aber es hat sich am Ende ausgezahlt.“

<p>Natürlich darf auch der Genuss bei einer Erlebnismesse nicht zu kurz kommen.</p>
Natürlich darf auch der Genuss bei einer Erlebnismesse nicht zu kurz kommen.

Auch GE-Media-Marketingchef David Schmitz strahlt vor Freude. „Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Auch der Samstag war noch viel besser, als wir es erwartet haben – trotz des guten Wetters“, sagt er. Eine weitere Auflage der Veranstaltung ist jedenfalls nicht ausgeschlossen, wie Schmitz zu verstehen gibt: „Das schreit nach einer Wiederholung.“

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