Zehnter Triumph in Berlin: Bart Swings lässt Konkurrenz weit hinter sich

<p>Bart Swings bei der Rollschuh-Europameisterschaft im Juli 2024 in Ostende: Der Belgier feierte am Samstag seinen bereits zehnten Sieg beim Skater-Marathon in Berlin.</p>
Bart Swings bei der Rollschuh-Europameisterschaft im Juli 2024 in Ostende: Der Belgier feierte am Samstag seinen bereits zehnten Sieg beim Skater-Marathon in Berlin. | Archivfoto: belga

Am Ende lagen zwischen dem Belgier und der ersten Verfolgergruppe zwei Minuten und elf Sekunden. Den Sprint dieser siebenköpfigen Gruppe entschied der Franzose Nolan Beddiaf für sich. Der Deutsche Felix Rijhnen belegte Rang drei. Brecht Lippers kam als zweitbester Belgier auf Platz 22.

Swings hatte schon früh die Initiative ergriffen. Zur Hälfte des Rennens betrug sein Vorsprung auf das Feld bereits 19 Sekunden. Als hartnäckigster Verfolger erschien zu diesem Zeitpunkt der Kolumbianer Mateo Rico, der schließlich Siebter wurde.

Nach seiner frühen Attacke konnte sich Swings zudem auf die Unterstützung seiner Teamkollegen von Powerslide verlassen. Zu seinem Team gehören unter anderem Vorjahressieger Ewen Fernandez aus Frankreich, der diesmal Fünfter wurde, sowie Berlin-Sieger Felix Rijhnen.

Für Swings war es zugleich die erfolgreiche Rückkehr auf die Berliner Marathonstrecke. 2025 hatte er wegen seiner Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele auf einen Start verzichtet. Berlin zählt mit seinen flachen und asphaltierten Straßen seit Jahren zu den bedeutendsten Marathons der Inlineskating-Szene.

Auch der Streckenrekord gehört Swings: 2022 benötigte er lediglich 56:49 Minuten. Seit einer Streckenänderung vor zwei Jahren absolvieren die Inlineskater aus verkehrstechnischen Gründen allerdings nicht mehr eine große Runde durch Berlin, sondern fünf kleinere Runden. Start auf der Straße des 17. Juni und Ziel hinter dem Brandenburger Tor blieben unverändert. Trotz der veränderten Strecke fehlten Swings diesmal lediglich 41 Sekunden zu seiner Rekordzeit. 2024 hatte er in einer Zeit von 1:00:02 gewonnen.

Bei den Frauen setzte sich die Kolumbianerin Kelly Delgado nach 1:12:55 im Massensprint durch. Die Niederländerin Lianne van Loon wurde Zweite vor der Französin Alison Bernardi. Die Belgierin Lysa Vansteenkiste belegte Rang 14.

Für Swings ist das sportliche Wochenende in Berlin damit noch nicht beendet. Am Sonntag will er auch beim klassischen Lauf-Marathon antreten. Gemeinsam mit seinem Bruder Maarten, seinem Freund Ferre Spruyt, dem Neuseeländer Josh Whyte und dem früheren Radprofi Sander Armée sammelt er dabei Geld für die Behandlung von Spruyts Tochter. Sie leidet am Angelman-Syndrom, einer seltenen genetisch bedingten neurologischen Erkrankung, die die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigt. (belga/calü)

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