Insassen geht es nach dem Flugzeugabsturz in Bütgenbach „den Umständen entsprechend gut“

<p>Auf dem Bütgenbacher See wurde eine Ölsperre eingerichtet.</p>
Auf dem Bütgenbacher See wurde eine Ölsperre eingerichtet. | Foto: Arno Colaris

Die 20-jährige Passagierin stand unter Schock und konnte das Krankenhaus bereits am Freitagabend verlassen. Der 71-jährige Pilot, der am Freitagabend vom Rettungshubschrauber nach Lüttich geflogen wurde, soll das Krankenhaus im Laufe des Sonntags verlassen.

Beide Passagiere konnten sich aus dem Ultraleichtflugzeug (ULM) mit geschlossener Kabine befreien, bevor es sank, erklärt René Schoonbrood, stellvertretender Kommandant der Hilfeleistungszone DG. Die Frau konnte sich auf eine Boje retten, während der erfahrene Pilot von einem aufmerksamen Angler gerettet wurde. Offenbar fand am Bütgenbacher See an diesem Wochenende ein 24-Stunden-Angeln statt. „Der ganze Vorfall ist den Umständen entsprechend glimpflich verlaufen“, ergänzt Grégory Goffin, stellvertretender Leiter der Polizeizone Eifel.

Am Samstagmorgen wollten die Einsatzkräfte das Flugzeugwrack bei Sonnenaufgang bergen. Das gelang allerdings nicht, weil es bereits gesunken war. Die Einsatzkräfte haben aus Sicherheitsgründen eine Ölsperre an der Staumauer verlegt, weil sich flussabwärts der Warche der Stausee von Robertville befindet. Dieser ist wichtig für die Trinkwasserversorgung rund um Malmedy. Laut ersten Erkenntnissen soll in dem Flugzeug nicht mehr viel Treibstoff gewesen sein, weshalb keine unmittelbare Gefahr für die Umwelt und den Seebetrieb bestehen soll. Auswirkungen auf den Sport- und Ferienpark Worriken bestanden keine.

Das Flugzeugwrack soll nun kommende Woche aus dem Bütgenbacher See gehoben werden.

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Der Flugzeugabsturz am Freitagabend am Bütgenbacher See löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. | Fotos: Arno Colaris

Der Flugzeugabsturz hat sich am Freitag kurz vor 19 Uhr ereignet. Augenzeugen beobachteten, dass das Flugzeug, das auf dem Flugplatz des Aero- und Modellclubs Feuervogel am Hohen Berg in Büllingen gestartet war, in relativ niedriger Höhe aus westlicher Richtung zunächst über die Staumauer und dann über den See flog. Zwischen dem Berger Strand und dem Sport- und Ferienpark Worriken vollzog das Flugzeug offenbar eine Linkskurve und stürzte dabei aus ungeklärter Ursache ins Wasser. (arco/ab)

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