Blessin folgt auf Eugen Polanski, der nach nur drei Spieltagen hatte gehen müssen. Die Borussia hat nach vier Spieltagen noch keinen Punkt geholt und schon 16 Gegentore kassiert, dies ist der schlechteste Saisonstart der Vereinsgeschichte. Nach der Länderspielpause geht es mit dem Derby beim 1. FC Köln weiter.
Sportchef Rouven Schröder hatte nach dem 3:4 (1:2) am Samstag gegen Mainz 05 bereits von einer „mündlichen Einigung“ mit einem Trainer berichtet, den Namen aber nicht verraten. Schon da führten Spuren zu Blessin: Der Coach folgt bei Instagram nur drei deutschen Klubs – seinen Ex-Vereinen St. Pauli und RB Leipzig sowie Gladbach. Unter Borussias Eintrag zum Spiel gegen Mainz setzte Blessin am Samstagabend ein „Like“.
Blessin hatte seine Trainerkarriere 2012 im Nachwuchs der Leipziger begonnen, Cheftrainer wurde er erstmals 2020 beim damaligen Erstdivisionär KV Oostende. Über den FC Genua (Januar bis Dezember 2022) führte sein Weg zurück nach Belgien zur Union Saint-Gilloise (2023/24), mit der er sich zum ersten Mal seit 110 Jahren Pokalsieger und später hinter Club Brügge zum Vizemeister krönte. Direkt danach wechselte er zu St. Pauli. Als Nachfolger von Fabian Hürzeler führte er den Aufsteiger zunächst auf Rang 14, nach dem Abstieg ein Jahr später folgte die Trennung.
Für Blessin kann das Ziel nur Klassenerhalt heißen. Gelingt der nicht, dürfte es auch für Schröder eng werden. Der Sportchef hat den aktuellen Kader maßgeblich zu verantworten, sein Festhalten an Polanski im Sommer erwies sich im Nachhinein als Fehler. (sid/tf)

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